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Festliches Flimmern

Von kruschel

Portrait Kerstin Petry

Viele Familientraditionen werden ja in der Teeniezeit infrage gestellt. Das gehört und muss so, ich weiß. Aber an einer Tradition halten wir alle seit Jahren fest: Unsere gemeinsamen Filmabende mit unseren liebsten Weihnachtsfilmen. Klar, mein Sohn lässt das obligatorische Augenrollen nicht sein, wenn ich „Filmabend!“ rufe – aber kaum geht das Licht aus, glitzert etwas Verdächtiges in den vorher gerollten Augen. Ich tue dann so, als hätte ich es nicht bemerkt. Weihnachtlicher Friede ist schließlich eine fragile Sache.
Eröffnet wird die Saison immer mit „Die Hüter des Lichts“: Eine charmante, warmherzige Geschichte, in der der Weihnachtsmann, Jack Frost, der Osterhase und andere Sagengestalten gemeinsam gegen die Dunkelheit und den Unglauben antreten. Es ist der perfekte Start, weil der Film die Fantasie und den Glauben an das Wunderbare so sehr verteidigt, dass man danach selbst auch wieder ein klitzekleines bisschen an den Weihnachtsmann glaubt.
Danach folgt meist „Der Grinch“. Der grüne Miesepeter, der Weihnachten stiehlt und dabei lernt, dass das Fest mehr ist als Geschenke, ist Pflicht. Vielleicht mögen meine Kinder den Film so sehr, weil sie wissen: So ein bisschen grinchig sind wir in der Vorweihnachtszeit alle mal, weil so viel zu erledigen ist. Der Film holt uns dann wieder auf den besinnlichen Boden zurück.
Auch ohne „Kevin – Allein zu Haus“ wäre die Saison unvollständig. Ein kleiner Junge, der sein Zuhause mit Cleverness und viel zu gefährlichen Fallen verteidigt – das ist für die Kinder ein Spaßfeuerwerk und wird einfach nie alt.
Neu in unserer Tradition, aber sofort ins Herz geschlossen: „Klaus“. Eine zart gezeichnete Geschichte über Freundschaft, Großzügigkeit und den Ursprung des Weihnachtszaubers. Dieser Film ist der Beweis, dass moderne Weihnachtsfilme genauso berühren können wie die alten Klassiker. Denn von denen mögen meine Kinder tatsächlich nicht alle. Für „Die drei Nüsse für Aschenbrödel“ konnte ich sie nie begeistern und auch nicht für den „kleinen Lord“ oder – das habe ich immer mit meiner Mutter geschaut früher: „Sissi“.
Ich hoffe, dass unsere Tradition noch viele Jahre anhält. Denn unsere Filmabende mit Kakao, Popcorn und Weihnachtsstimmung machen alle glücklich – auch wenn mein Teenie das jetzt vielleicht augenrollend verneinen würde. Welche Filme schauen Sie jedes Jahr an Weihnachten mit der Familie? .

Kerstin Petry