
Fledermäuse brauchen kein Licht. Sie orientieren sich im Dunkeln mit Hilfe des Echos. Wie das geht und anderes spannendes Wissen, erfährst du hier oder bei der Fledermausnacht am Wochenende.

Fledermäuse jagen in der Nacht: Ihre Beute finden sie über Echoortung.

Eine Fledermaus am Himmel.

Diese Fledermäuse hängt gemeinsam unter einem Dach: Die Weibchen schließen sich oft in Gruppen zusammen.

Fledermäuse haben oft große Ohren. Sie sind viel besser als ihre Augen.

Fledermäuse hängen meist kopfüber an der Wand, können aber auch hervorragend klettern.
Im August sind viele Fledermäuse unterwegs. Dann lernen die Jungtiere das Fliegen. «Das sieht am Anfang etwas unbeholfen aus. Doch erwachsene Fledermäuse sind wahre Flugkünstler der Nacht», sagt Jérôme Lombard vom Naturschutzbund Nabu.
Am Wochenende findet die jährliche Fledermausnacht statt. Da kannst du bei vielen Veranstaltungen in Deutschland mehr über die spannenden Tiere erfahren. Hier kommt etwa Wissen vorab.
Gemeinsam abhängen
«Fledermäuse sind sehr soziale Tiere. Manche Arten leben in großen Gruppen zusammen und kümmern sich gemeinsam um ihren Nachwuchs», sagt Jérôme Lombard. Die Tiere hängen dann tagsüber etwa in Dachstühlen, Kirchentürmen, Höhlen oder Baumspalten dicht nebeneinander kopfüber. Dank einer Sehne im Fuß kostet sie dies keine Kraft.
Kopfüber geboren
Auch die Jungtiere kommen meist kopfüber zur Welt. «Die Mutter fängt ihr Baby dabei mit ihren Flügeln und ihrer Flughaut auf», erklärt Jérôme Lombard. Später findet sie ihr Jungtier problemlos zwischen den tausenden Tieren wieder. «Sie erkennt es am jeweiligen Ruf und am Geruch.»
Insekten futtern
Jungtiere trinken zunächst Muttermilch. Später fressen heimische Fledermäuse überwiegend Mücken, Käfer und Nachtfalter. «Sie können etwa ein Drittel bis die Hälfte ihres Körpergewichts fressen. Das können bei kleinen Insekten mehrere tausend Beutetiere in einer Nacht sein», sagt Jérôme Lombard.
Fliegen und schreien
Nachts gleiten Fledermäuse scheinbar lautlos durch die Finsternis. «Dabei stoßen sie hohe Schreie aus, die Menschen nur mit speziellen Messgeräten hören können», sagt Jérôme Lombard.
Die Schallwellen prallen von Bäumen, Häusern und Insekten ab. So wissen Fledermäuse genau, wo sich Hindernisse oder Beute befindet. «Auf diese Weise erstellen sie eine Art Karte von ihrer Umgebung.» Das nennt man Echoortung. Da ihre Ohren viel besser als ihre Augen sind, brauchen sie zum Jagen kaum Licht.
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