
Das Plüschtier spricht mit dem Kind. Ein Computerprogramm hilft dabei. Ist das eine gute Sache? Forschende haben sich das angeschaut und sind nicht nur begeistert.

Ein Forschungsteam hat untersucht, wie kleine Kinder mit Spielzeugen umgehen, die ihnen antworten können.

Mia hat für ein Experiment mit einem Stofftier gespielt, mit dem sie sich unterhalten kann.
Mia spielt mit Gabbo. Sie spricht mit ihm und er antwortet. Gabbo ist allerdings kein anderes Kind. Mia unterhält sich mit einem Plüschtier. Das kann nämlich ähnlich wie ein Mensch antworten.
Gabbo ist mit einem Mikrofon und Lautsprechern ausgestattet. Wenn Mia etwas zu ihm sagt, nimmt das Plüschtier es auf und leitet es an ein Computerprogramm weiter. Dieses erzeugt mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz, kurz KI, Antworten. Die Hersteller solcher Spielzeuge sagen: Sie sind super. Denn Kinder können damit verschiedene Dinge lernen.
Wissenschaftler sehen das etwas anders. Ein Forschungsteam hat ausgewertet, wie Drei- bis Fünfjährige mit dem Plüschtier Gabbo umgehen. Außerdem haben sie die Kinder und deren Eltern befragt. Die Forschenden sagen: Wenn kleine Kinder solche Stofftiere regelmäßig und alleine benutzen, kann das ihre Entwicklung negativ beeinflussen.
Stofftier kann Menschen nicht ersetzen
Ein Fachmann für die Entwicklung von Kindern erklärt, warum: Beschäftigt sich ein Kind lange mit dem Computer-Plüschtier, kann es in dieser Zeit nicht toben, malen oder sich etwas ausdenken. Diese Dinge sind wichtig für kleine Kinder. Außerdem müssen sie zum Beispiel erfahren, was Gesichtsausdrücke und Gesten anderer Menschen bedeuten. Der Experte sagt: «Man braucht sehr viel, um das Menschsein lernen zu können.» Ein solches Gerät könne einen Menschen niemals ersetzen.
Für manche Sachen sind Plüschtiere wie Gabbo auch gut geeignet, findet der Fachmann. Sie können beispielsweise beim Lernen unterstützen oder vorlesen.
Die Wissenschaftler schlagen vor: Spielzeuge, die menschenähnliche Gespräche führen können, sollten besonders gekennzeichnet werden. Es sei wichtig, sich bewusst zu machen, dass die Forschung zum Einfluss solcher Spielzeuge auf Kinder gerade erst angefangen habe.
© dpa-infocom, dpa:260315-930-818803/1