
Neandertaler jagten Tiere, um sich zu ernähren. Auch Schildkröten gehörten zur Beute, allerdings vor allem wegen der Panzer. Neandertaler machten Jagd auf Schildkröten. Das hat ein Forschungsteam herausgefunden. Sie fanden das erstaunlich. Denn Schildkröten machen nicht lange satt. Die Urzeitmenschen hatten bessere Alternativen für Fleisch: den Europäischen Waldelefanten zum Beispiel, Hirsche oder Rinder. Die Jagd nach den Schildkröten hatte also einen anderen Grund. Eine Forscherin von der Universität Mainz sagt: Die Sumpfschildkröten waren zunächst eine «einfach zu erbeutende Nahrungsquelle». Deshalb vermutet sie, dass möglicherweise Kinder Jagd auf die Schildkröten machten. Aber bewiesen ist das nicht. Den Neandertalern ging es wohl vor allem um die harten Panzer der Schildkröten. Die nutzten sie als Werkzeuge, zum Beispiel als Schöpflöffel für Suppe.

Panzer als Schöpflöffel
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