
Hier führt einen die Nase: Im Botanische Blindengarten duftet es nach Salbei und Nadelbäumen. Er ist so gebaut, dass auch blinde Menschen die Natur erleben können.

Marion Krause riecht an den Blumen im Botanischen Blindengarten.

Marion Krause läuft mit ihrem Blindenhund Stella durch den Botanischen Blindengarten in Radeberg.

Besucher des Botanischen Blindengartens werden mittels eines speziellen Leitsystems durch den Park gelotst.

Eine Seerosenblüte mit den Händen ertasten: Im Botanischen Blindengarten können sich blinde und sehbehinderte Menschen mit verschiedenen Sinnen an der Natur erfreuen.
Viele Pflanzen sehen schön aus und riechen auch noch gut. Im Botanischen Garten in der Stadt Radeberg geht es hauptsächlich um den Geruch. Denn der Garten ist für sehbehinderte und blinde Menschen gestaltet.
Ein Geländer führt die Besucherinnen und Besucher die Wege entlang. Und es gibt Schilder in Blindenschrift. «Man weiß immer, wo man ist», sagt Marion Krause. Sie ist sehbehindert. Einige ihrer Ideen wurden in dem Garten umgesetzt.
Riechen und tasten
Die unterschiedlichen Pflanzen wachsen in Hochbeeten. So kann man sie gut mit der Nase und den Händen erreichen. Auch blinde und sehbehinderte Menschen können so die Natur erleben und Pflanzen entdecken.
Für Blinde Menschen sei der Alltag oft sehr herausfordernd. «Die Natur über den Duftsinn zu erleben und diesen weiter zu trainieren, ist für sie eine Art Zuflucht und kann neuen Lebensmut geben», sagt Marion Krause.
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