
Für seine Arbeit ist Koch Thorben Koeppen für ein Jahr weit weg ins Eis gereist. Er hat auf einer Forschungsstation in der Antarktis gekocht. Dort hat er auch Pinguine beobachtet.

Thorben Koeppen hat auf einer Forschungsstation in der Antarktis als Koch gearbeitet.

Thorben Koeppen hat an einem außergewöhnlichen Ort gearbeitet: auf dem Eis in der Antarktis.

Die Forschungsstation steht auf Stelzen in der Antarktis.

Kaiserpinguine leben in der Antarktis.
Weiße Weihnacht gewünscht? Für die Leute auf der Forschungsstation Neumayer III ist das kein Problem. So weit man gucken kann, ist die Landschaft weiß und vor allem eisig. Denn die Forschungsstation steht auf einer Plattform in der Antarktis.
Hier hat Thorben Koeppen ein Jahr gelebt und gekocht. Dafür war der Norddeutsche Tausende Kilometer weit gereist. Man könnte beinahe sagen: ans Ende der Welt. Denn die Antarktis liegt am südlichsten Ende der Weltkugel.
Die Gegend ist so groß wie 40-mal Deutschland. Aber niemand lebt dort dauerhaft. Dafür ist das Klima zu extrem. Selbst im Sommer liegt überall Eis. An manchen Stellen ist es Tausende Meter dick.
Riechen ist ein Erlebnis
Die Forschungsstation zu erreichen, ist deshalb schwierig. Nur einmal im Jahr kommt ein Eisbrecher-Schiff mit einer großen Menge Lebensmittel an. Dreimal im Jahr liefert ein Flugzeug zusätzlich frische Sachen nach. Thorben Koeppen erzählt: «Als ich das erste Mal nach Monaten wieder an frischem Obst und Gemüse riechen konnte, war das ein absolutes Erlebnis.»
Denn insgesamt riecht kaum etwas in der Antarktis. Trotzdem hat der Koch seinen Ausflug ins Eis genossen: «Jeden Tag sieht hier die Schneelandschaft anders aus», erzählt er. Außerdem hat er Kaiserpinguine gesehen.
Üben für die Ei-Übergabe
«Wir haben beobachtet, wie sie sich gepaart haben, wie sie die Ei-Übergabe geprobt haben und wie Küken geboren wurden. Das war Wahnsinn.» Denn Kaiserpinguine haben einen irren Trick: Sie legen sich ihr Ei auf die Füße. Dann stülpen die Tiere eine Hautfalte vom Bauch drüber, um es warmzuhalten.
Auf der Forschungsstation geht es aber weniger um Tiere. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sammeln vor allem Daten übers Wetter und Klima. Denn was in der Antarktis passiert, hat Einfluss auf das Klima weltweit.
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