
Normalerweise flüchten Pferde, wenn es laut wird. Aber Chico lernt, ruhig zu bleiben. Denn er soll in einem Theaterstück über den Wilden Westen mitspielen.

Auch wenn ein Schuss ertönt, sollen die Pferde ruhig bleiben.

Beim Pferdetraining geht es viel um Geräusche, so wie hier eine knisternde Plane.

Das Pferd in der Mitte lernt, sich von den großen Fahnen nicht stören zu lassen.
Zum Wilden Westen gehören auch wilde Ritte auf Pferden. So stellte man sich das früher vor: Pistolenschüsse knallen, Kutschen rasen über die Prärie. Im Freilufttheater werden solche Geschichte heute noch erzählt, etwa bei den Karl-May-Spielen im Bundesland Schleswig-Holstein.
Sylvia Kassel trainiert Pferde dafür: Die sollen beim Auftritt ruhig bleiben. Sie dürfen nicht scheuen, auch wenn Trubel und Lärm groß sind.
Von den Älteren lernen
Chico lernt das gerade: Er grast friedlich auf der Weide als plötzlich ein Knall ertönt. Chico erschrickt, schaut dann aber, wie die anderen Pferde reagieren. «Junge Pferde gucken sich sehr viel von den Reaktionen der älteren ab», erklärt die Trainerin. Die bleiben trotz des Lärms ruhig. Als es wieder knallt, ist auch Chico entspannter.
In einigen Wochen wird er Teil einer Gruppe von 14 Pferden sein, die bei den Karl-May-Spielen vor Publikum dabei sind.
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