
Früher lebten Gottesanbeterinnen nur in bestimmten warmen Gegenden Deutschlands. Heute kommen sie vielen Regionen vor. Fachleute freuen sich, wenn sich Leute melden, die das Insekt entdeckt haben.

Gottesanbeterinnen sind bei der Jagd sehr geduldig.

Gottesanbeterinnen sind gut getarnt.

Sonnig und warm, so haben es Gottesanbeterinnen am liebsten.
Gut getarnt lauert sie ihrer Beute auf. Dabei kann die Gottesanbeterin stundenlang still sitzen. Hat sie zum Beispiel eine Wespe, eine Spinne oder einen Schmetterling entdeckt, schleicht sie sich in Zeitlupe an. Dann schnappt sich die Gottesanbeterin ihre Beute.
Das geht deutlich schneller als ein menschliches Blinzeln. Ihre Fangarme können sich nämlich rasend schnell bewegen. Sie sind mit Dornen bestückt und lassen die Beute nicht mehr los.
In Deutschland lebte die Europäische Gottesanbeterin früher nur in besonders warmen Gegenden im Südwesten. Inzwischen kann man sie in vielen Regionen Deutschlands entdecken. Das liegt vor allem an der Erderwärmung, die auch in Deutschland zu höheren Temperaturen führt. Denn die Eier der Gottesanbeterin benötigen Wärme, um sich zu entwickeln. Die Weibchen legen sie normalerweise zwischen August und Oktober als Ei-Pakete ab.
Gottesanbeterinnen gesichtet? Bitte melden
Der Naturschutzbund Nabu und andere Organisationen rufen die Leute dazu auf zu melden, wenn man eine Gottesanbeterin gesichtet hat. Denn die Fachleute möchten wissen, wo die Tiere in Deutschland vorkommen. Gerade hat der Nabu mitgeteilt, dass es auf seiner Webseite im Juli und August schon mehr Meldungen als im ganzen letzten Jahr gegeben habe.
Die Insekten leben am liebsten dort, wo es warm ist und sie sich gut verstecken können. Man kann sie beispielsweise an sonnigen Orten in hohem Gras entdecken. In Städten sind Gottesanbeterinnen gerne auf stillgelegten Bahngleisen oder nicht mehr genutzten Grundstücken unterwegs. Hast du eine Gottesanbeterin gesehen und fotografiert, kannst du sie zum Beispiel hier melden: https://nabu-naturgucker-beobachtungen.de/app/natur_nm.dll/Form39
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