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Länger in der Schule bleiben

Von dpa

Ab dem neuen Schuljahr gibt es in allen Schulen nachmittags Angebote für Freizeit. Kinder werden beim Spielen, Sport machen und entspannen betreut. Das wird jetzt an allen Schulen eingeführt.

Wer klettern oder ein Instrument spielen möchte, muss dafür nicht unbedingt in einen Verein eintreten oder für Übungsstunden bezahlen. Das geht auch im Hort, der von Schulen angeboten wird. Statt zum Unterricht zu gehen, kann man dann zum Beispiel draußen spielen, Sport machen, basteln oder Hausaufgaben machen. Dabei wird man von Erwachsenen betreut. Da man den ganzen Tag in der Schule bleibt, nennt man dieses Angebot Ganztagsbetreuung.

An vielen Schulen konnte man schon länger nachmittags in den Hort gehen. Ab dem neuen Schuljahr sind nun alle Schulen verpflichtet, ein solches Angebot für ihre Erstklässler anzubieten. In den nächsten Jahren wird es auch überall Betreuung für ältere Grundschulkinder geben. 

Angebote für alle Kinder

Ein Experte für Bildung erzählt, was für positive Seiten die Ganztagsbetreuung hat: Das Angebot in der Schule ist für alle Kinder. Dadurch haben alle Kinder dieselben Möglichkeiten zu lernen. Man kann Musikinstrumente lernen oder Sport machen, ohne dass die Familie dafür extra bezahlen muss. 

Schulen brauchen mehr Räume

Der Experte erklärt, warum manche Schulen jetzt umbauen müssen: «Wenn Kinder länger in der Schule bleiben, brauchen sie dort mehr als Klassenzimmer. Sie brauchen auch gute Plätze zum Essen, Spielen, Bewegen und Ausruhen.»

Er berichtet von einem Beispiel: «An einer Grundschule in Niedersachsen entstehen gemütliche Plätze zum Lesen und Ausruhen. Außerdem ist ein Bewegungsraum mit Kletterwand geplant. Denn wer fast den ganzen Tag in der Schule verbringt, soll sich dort auch wohlfühlen können.»

© dpa-infocom, dpa:260818-930-545700/1