
Mittags strahlt die Sonne besonders stark. Viele glauben, dass auch die Temperaturen dann den Höhepunkt erreichen.

Am Mittag steht die Sonne am höchsten. Die heißesten Temperaturen werden aber erst am Nachmittag gemessen.

Am späten Nachmittag werden die höchsten Temperaturen gemessen.
Es ist Mittagszeit und die Sonne steht hoch oben am Himmel. Viele glauben: Jetzt ist die heißeste Zeit des Tages. Aber stimmt das auch?
Nein, erklärt Wetter-Fachmann Nico Bauer. Die größte Strahlungsleistung hat die Sonne zwar, wenn sie in der Mittagszeit am höchsten steht. Aber: «An einem wolkenlosen Sommertag erreicht die Temperatur dennoch erst gegen 16 oder 17 Uhr das Maximum.»
Luft erwärmt sich mit Verzögerung
Das liegt daran, dass sich die Luft verzögert erwärmt. Zuerst erwärmen die Sonnenstrahlen den Boden. «Der Boden nimmt die Sonnenstrahlen auf, wandelt sie in Wärme um und gibt sie wieder ab», erklärt Nico Bauer. Dadurch erwärmt sich die Luft über dem Boden und strömt nach oben. Bis also die Luft richtig warm wird, dauert es eine Weile.
Fachleute messen die Temperatur immer im Schatten und zwei Meter über dem Boden. Das ist genauer. Denn direkt am Boden kann die Temperatur sehr unterschiedlich sein. Asphalt etwa erhitzt sich schneller als ein Boden, auf dem Pflanzen wachsen. Das ist der Grund, weshalb es in zugebauten Städten schneller heiß wird als in ländlichen Gegenden.
Mittagshitze meiden ergibt trotzdem Sinn
Obwohl es also am späten Nachmittag am heißesten ist, kann es dennoch sein, dass wir den Mittag als besonders warm empfinden. Denn durch den hohen Stand der Sonne ist die Sonnenstrahlung besonders intensiv. In dieser Zeit ist auch die Gefahr, sich einen Sonnenbrand zu holen, besonders groß, sagt Nico Bauer. Die Mittagshitze zu meiden und die Zeit eher drinnen zu verbringen, ergibt also dennoch Sinn.
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