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Gastgeber werden für Olympische Spiele oder lieber nicht?

Von dpa

Im Sport fällt dieses Jahr eine wichtige Entscheidung: Welche Stadt oder Region in Deutschland bewirbt sich für die Austragung der Olympischen Spiele. Die Idee hat Fans und Gegner.

Wenn du abstimmen könntest: Wärst du für Olympische Spiele in Deutschland oder dagegen? Mehrere Orte überlegen, das Riesensportfest auszurichten: München, Hamburg, Berlin und das Gebiet «KölnRheinRuhr». Dort stimmen diese Woche Menschen in 17 Städten ab, ob es eine Bewerbung geben soll. Es geht um Spiele ab 2036. Bist du Fan, Gegner oder unentschieden? Hier sind die wichtigsten Argumente.

Dafür

Der Sport und damit Deutschland rückt für einige Wochen in den Mittelpunkt der Welt. Die besten Athleten und Athletinnen würden hierherkommen und zugleich Touristen anlocken. In den Sportstätten würde man sportliche Höchstleistung erleben. Menschen aus aller Welt könnten das zusammen feiern.

Befürworter sagen auch: Die Spiele haben eine längere Wirkung. Vorbilder aus dem Spitzensport könnte Menschen dazu bringen, mehr Sport zu treiben. Vor allem aber würde es Bauprojekte geben, von denen viele danach etwas haben: Alte Stadien würden modernisiert oder neue Sportstätten gebaut. Weil so viele Menschen unterwegs sind, braucht man auch bessere Verkehrswege, die dann bleiben. Die Arbeiten dafür schaffen Arbeitsplätze.

Dagegen 

Das wohl wichtigste Argument der Gegner ist Geld: Sie sagen, Olympische Spiele kosten mehr als sie einbringen. Dabei geht es um Milliarden Euro. Es sei unklar, wer das bezahlen soll und wie. Viele Städte klagen jetzt schon, dass sie zu wenig Geld haben.

Gerade in den Städten könnten es voll werden: auf den Straßen und in Zügen und Bussen. Die Bewohnerinnen und Bewohner würden darunter leiden. Sogar Mieten könnten steigen.

Gegner sagen zudem: Die Spiele belasten die Umwelt. Zehntausenden Menschen würden extra für die Spiele nach Deutschland reisen, viele davon mit dem Flugzeug. Außerdem ist Energie nötig, um Dinge zu bauen und Stadien zu betreiben. Manche Sportstätten könnten zudem danach überflüssig sein und leer stehen. Das kennt man von anderen Olympischen Spielen.

© dpa-infocom, dpa:260415-930-947441/1