
Wie viele Blitze gingen vergangenes Jahr nieder? Wo in Deutschland kamen die meisten vom Himmel? Das haben Fachleute ausgerechnet.

Blitze sehen beeindruckend aus.

Die Nähe zu den Alpen sorgt dafür, dass es in Bayern besonders häufig blitzt.

Blitzt es innerhalb der Wolken, sprechen wir oft auch vom Wetterleuchten.
Glühende Blitze zucken am dunklen Himmel. Dann grollt der Donner. Gewitter sind beeindruckende Wetter-Ereignisse.
Fachleute wollten wissen, wo es in Deutschland im vergangenen Jahr am häufigsten geblitzt hat. Die Antwort: im Bundesland Bayern. 30.000 Blitze gingen dort auf die Erde nieder. Die hohe Zahl hat mit der Größe des Bundeslands zu und mit der Nähe zu den Bergen der Alpen.
Für ganz Deutschland zählten die Fachleute rund 100.000 Blitze. Sie schauten sich aber nur die Blitze an, die von den Wolken Richtung Boden zischten.
Die meisten Blitze gehen allerdings nicht runter auf die Erde, sondern es blitzt innerhalb der Wolken. «Dann sieht man es in den Wolken aufflackern wie in einem Lampenschirm», erklärt Rüdiger Manig von Deutschen Wetterdienst. Zu den 100.000 Erdblitzen kommen also noch jede Menge Blitze in den Wolken dazu.
Viel Wirbel in der Wolke
Blitze entstehen, weil in den Gewitterwolken ordentlich was los ist: Wasserteilchen werden durch Aufwinde in der Wolke nach oben geweht. Dort gefrieren sie, werden durcheinandergewirbelt und anschließend getrennt. «Dabei fällt schwererer Graupel nach unten, die leichteren Schneeflocken steigen auf», erklärt Rüdiger Manig.
Graupel und Schneeflocken sind unterschiedlich elektrisch geladen. «So entsteht in der Gewitterwolke ein riesiger Spannungsunterschied zwischen oben und unten», sagt der Fachmann. Wird der Spannungsunterschied zu groß, möchte die Natur das ausgleichen. Bei diesem Ausgleich entsteht ein Blitz. Der Blitz erhitzt dabei die Luft schlagartig auf bis zu 30.000 Grad Celsius. «Das ist wie eine Explosion», sagt Rüdiger Manig. Dabei donnert es dann.
Der längste Blitz aller Zeiten
Blitze sind meist wenige Kilometer lang. Doch es gibt Ausnahmen: Der längste je gemessene Blitz erreichte eine Länge von 829 Kilometern, sagt Rüdiger Manig. Er wurde im Land USA gemessen und ging dort von Wolke zu Wolke.
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