
Moore sind wichtig für das Klima. Wie groß ihr Einfluss ist, messen Forschende im Münsterland. Hier wurde ein Wald wieder zum Moorwald. Viele Arten sind schon in den Lebensraum zurückgekehrt.

Der Biologe Jan Ole Kriegs untersucht Torfmoos.

Durch diesen Graben wurde der Moorwald früher entwässert. Dies wurde rückgängig gemacht.

Dieser Turm misst Kohlendioxid und andere Gase.
Um sie besser zu nutzen, passen Menschen die Natur manchmal an. So war es etwa im Lüntener Wald. Der liegt im Westen von Deutschland. Vor mehr als 100 Jahren wurde der große Moorwald entwässert. Man wollte dort Holz anbauen. Doch mittlerweile versucht man, solche Eingriffe wieder rückgängig zu machen. Denn Moore sind wichtig für das Klima.
Gase in Echtzeit messen
Im Lüntener Wald untersuchen Forschende das genauer. Mit einem Messturm, der über die Baumwipfel ragt, messen die Fachleute von der Universität Münster in Echtzeit Kohlendioxid und weitere klimarelevante Gase. Denn es heißt, dass Moore Kohlendioxid aus der Luft ziehen.
Was die Fachleute heute schon sehen können: Der Wald ist durch das Projekt deutlich feuchter geworden. Pflanzen, die im Moor wachsen, sind zurückgekommen. Auch eine Vogelart, die in der Gegend fast ausgestorben ist, hat sich hier wieder breiter niedergelassen. 13 Brutpaare der Weidenmeise hat ein Biologe in diesem Jahr gezählt. «Das ist ein Wahnsinns-Lebensraum geworden», sagt er über den Moorwald.
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