
Der Kiebitz kann super fliegen. Zum Brüten bleiben die Vögel aber auf dem Boden. Eingezäunte Bereiche sollen ihre Nester schützen. Das soll helfen, damit es wieder mehr Kiebitze in Deutschland gibt.

Der Kiebitz ist etwa so groß wie eine Taube und hat einen Federkamm auf dem Kopf.

Kiebitze können super fliegen, brüten aber am Boden.

Der Kiebitz soll in geschützten Gebieten in Ruhe brüten können.
Der Kiebitz ist ein Bodenbrüter. Die Vögel legen ihre Eier in Bodenmulden. Doch dort kommen Räuber wie Füchse und Waschbären leicht an die Nester. Um Kiebitze zu schützen, wurde im Bundesland Rheinland-Pfalz ein großes Gebiet um einen Weiher eingezäunt.
Federkamm auf dem Kopf
«Der Kiebitz war mal ein Allerweltsvogel, jetzt ist es eine vom Aussterben bedrohte Art», sagt der Vogel-Experte Unger Lafourcade. Das heißt, früher hat man den Kiebitz häufig gesehen. Er ist ungefähr so groß wie eine Taube. Sein Gefieder hat einen grünen oder violettfarbenen Glanz. Auffällig ist auch der Federkamm auf dem Kopf. Beim Männchen ist er etwas größer als beim Weibchen.
Die Anzahl der Kiebitze ist zurückgegangen, weil sein Lebensraum verschwindet. «Der Kiebitz ist auf feuchte Flächen angewiesen», sagt der Vogel-Experte. Das können feuchte Wiesen oder Moore sein. Doch viele offene Landschaften würden trockengelegt und für den Ackerbau verwendet.
Jungvögel aus dem Zoo ausgewildert
Damit sich die Vogel-Art wieder ausbreitet, werden auch Kiebitze ausgewildert. Die Jungvögel werden dazu in einem Zoo aufgezogen. Dann kommen sie in große Vogelkäfige in das Schutzgebiet. Sie werden dort noch gefüttert und können sich an die Umgebung gewöhnen. Nach etwa zwei Wochen werden sie dann freigelassen.
Das Schutzgebiet wurde vor sechs Jahren geschaffen. Mittlerweile brüten viele Kiebitz-Paare dort. Die Vögel bleiben ihrem Brutort treu. Das bedeutet, sie kehren wieder dorthin zurück. Und sie können über 20 Jahre alt werden. Es könnte also voll werden im Schutzgebiet. Das sei aber gut, denn dann breiten sich die Tiere auch in anderen Regionen wieder aus, sagt die Expertin.
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