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Zweites Zuhause für sehr kranke Kinder

Von dpa

Nestwärme heißt dieses Haus. Hier sollen sich Familien mit schwer kranken Kindern bald wie Zuhause fühlen, wie in einem Nest. Das Hospiz ist für diese Familien ein großes Glück.

Felix lacht gern und liebt Musik, erzählt seine Mutter über ihn. Aber der 17-jährige Junge ist schwerbehindert, er braucht Tag und Nacht Betreuung. Felix wird nie mehr gesund werden.

So wie ihm geht es auch Tausenden anderen Kindern in Deutschland. Als Unterstützung für sie und ihre Familien sind Kinderhospize gedacht. Hospiz nennt man eigentlich Einrichtungen, in denen Menschen betreut werden, die nicht mehr lange leben werden. Ihnen soll die letzte Zeit möglichst gut und leicht gemacht werden. 

Erholung für Familien

Kinderhospize funktionieren aber etwas anders. Zwar werden hier auch Kinder am Lebensende betreut. Aber es kommen auch schwerstkranke Jungen und Mädchen zur Erholung. Manchmal begleiten Angehörige sie, wie in eine spezielle Art von Urlaub.

So ein Kinderhospiz eröffnet jetzt in der Stadt Trier: Es heißt Nestwärme-Haus. Man wolle die ganze Familie mit schwer kranken Kindern entlasten, sagt eine Mitarbeiterin. «Wer über viele Jahre rund um die Uhr für ein schwer krankes Kind da ist, kommt an seine Grenzen.» Die Betreiber beschreiben ihr Angebot so: «Ein zweites Zuhause für die ganze Familie, als Rastplatz und Lichtblick, zum Lachen und Leben, zum Sterben und Trauern.»

Gut versorgt mit Abwechslung

Felix‘ Mutter freut schon, wenn ihr Sohn ab und zu für einige Tage ins Nestwärme-Haus ziehen kann. «So weiß ich ihn gut versorgt und er hat ein bisschen Abwechslung im geschützten und für ihn gut geeigneten Umfeld.» Zugleich hat sie mehr Zeit für die drei Geschwister von Felix.

Das neue Haus hat acht Zimmer für die Gäste, wie die Kinder genannt werden. Hinzu kommen Familienzimmer, Zimmer für Behandlungen und natürlich Platz zum Spielen.

© dpa-infocom, dpa:261018-930-857100/1