
Zecken sind wahre Überlebenskünstler. Sie sind faszinierende und gefürchtete Tiere zugleich. Warum eigentlich?

Zecken sind sehr klein.

Diese Zecke sitzt auf einem Blatt. Die Tiere können gut klettern.

Weltweit gibt es über 800 Zeckenarten. In Deutschland lebt vor allem der sogenannte Holzbock.

Dieses Schild warnt vor Zecken, denn die Tiere können beim Blutsaugen Krankheiten übertragen.
Wer sie auf der Haut entdeckt, sollte sie möglichst bald entfernen: Zecken können Krankheiten übertragen. Daher sind sie nicht sonderlich beliebt. Doch Zecken haben auch viele spannende Fähigkeiten.
Zecken sind Überlebenskünstler
Zecken sind sehr zäh. Sie können einen Waschgang überstehen, wenn sie mit der Kleidung in die Waschmaschine geraten. «Ihre Überlebenschancen stehen gut, wenn die Waschtemperatur bei etwa 40 Grad liegt», sagt Laura Breitkreuz vom Naturschutzbund Deutschland.
«Auch Temperaturen bis minus zwölf Grad können die Tiere problemlos überleben», sagt Laura Breitkreuz. Auf dem Rücken haben Zecken ein Schild aus Chitin. Ihr Panzer ist sehr stabil und flexibel. Daher können Zecken auch nicht einfach zerquetscht werden.
Zecken riechen mit den Vorderbeinen
Zecken können Stoffe im Schweiß und Atem von anderen Tieren und Menschen riechen. Sie wissen so immer, ob sich jemand ihrer Nähe befindet. «Diesen Geruch nehmen Zecken aber nicht mit ihrer Nase, sondern mit ihren Vorderbeinen wahr», erklärt Laura Breitkreuz. Denn dort sitzt ihr Riechorgan.
Zecken sind geschickte Kletterer
Zecken gehören zu den Spinnentieren und haben acht Beine. Die Tiere können bis zu 1,5 Meter an Sträuchern hochklettern. «Was im Vergleich zu ihrer Größe eine enorme Strecke ist», sagt Laura Breitkreuz. Auf Blättern und Gräsern warten sie darauf, dass ein Mensch oder Tier vorbeiläuft. «Sie brauchen deren Blut als Nahrung», sagt die Expertin.
Zecken betäuben und kleben
Zecken haben immer Betäubungsmittel dabei.«So können sie eine Hautstelle betäuben, bevor sie mit ihrem Saugrüssel zustechen», erklärt Frau Breitkreuz. Mit einem anderen Stoff kleben sie sich dann an der Einstechstelle fest, um in Ruhe das Blut zu saugen.
Werden sie dabei nicht gestört, können sie ihr Körpergewicht vervielfachen. «Eine vollgesogene Zecke kann bis zu 200-mal so viel wiegen wie vorher. Das wäre als würde ein Kind so viel essen, dass es plötzlich sechs Tonnen schwer wird – so viel wie ein großer Elefant», sagt Laura Breitkreuz. Zecken können aber auch mehrere Jahre ohne Nahrung auskommen.
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