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Wir nehmen der Erde mehr, als sie geben kann

Von dpa

Fachleute berechnen jedes Jahr: Wie lange würden die natürlichen Vorräte der Erde eigentlich reichen? Deutschland hat seine schon jetzt aufgebraucht. Naturschützer fordern: Die Politik muss mehr tun.

Wir nutzen den Boden, um Lebensmittel oder Futter für Tiere anzubauen. Wir essen Fische aus dem Meer. Die Natur liefert uns viele Dinge zum Leben. Fachleute sprechen auch von natürlichen Ressourcen. 

Davon verbrauchen wir Menschen mehr, als die Erde auf natürliche Weise wiederherstellen kann. Eine Organisation berechnet jedes Jahr, wie lange die Vorräte eigentlich reichen würden. Dabei geht es unter anderem auch darum, wie viel klimaschädliches Kohlendioxid ausgestoßen wird. 

Wir überlasten die Erde

Nach dieser Rechnung hat Deutschland seine Vorräte für dieses Jahr am Sonntag aufgebraucht. Experten nennen diesen Tag Erdüberlastungstag. Damit meinen sie: Ab diesem Zeitpunkt überlasten wir die Erde mit unserem Verbrauch. 

Der Chef einer Naturschutzorganisation erklärt: Der frühe Erdüberlastungstag zeigt, dass wir viel zu viele Ressourcen verbrauchen. Das sei schlecht für Klima, Natur und die Menschen, die in Zukunft auf der Erde leben wollen. 

Mehr Energie aus erneuerbaren Quellen

Die Organisation will deshalb, dass die Politikerinnen und Politiker sich mehr für Nachhaltigkeit und Klimaschutz einsetzen. So soll die Politik zum Beispiel dafür sorgen, dass noch mehr Energie aus Wind und Sonne gewonnen wird. Außerdem fordert die Naturschutzorganisation: Die Landwirtschaft soll besser auf die Natur achten.

Auch jede und jeder Einzelne kann ein kleines bisschen dabei helfen, weniger Ressourcen zu verbrauchen. Man kann beispielsweise weniger Fleisch und tierische Lebensmittel wie Milch und Käse essen. Denn die Tiere benötigen Futter wie Getreide. Um das anzubauen, braucht man riesige Flächen. Dafür werden zum Beispiel Wälder abgeholzt.

© dpa-infocom, dpa:260510-930-60326/1