http://www.kruschel.de/wissen/welt-des-wissens/Unter_der_Erde_wird_keine_Kohle_mehr_abgebaut_19854245.htm

Unter der Erde wird keine Kohle mehr abgebaut

21. Dezember 2018

Taschenlampen an, einmal räuspern und dann wird gesungen. Wenn zum Beispiel die Fußball-Vereine FC Schalke 04 und Erzgebirge Aue in ihrem Stadion spielen, singen die Fans fast immer ein bestimmtes Lied: das Steigerlied.

Dieses Lied ist so etwas wie die Hymne für Menschen, die im Bergbau arbeiten. Also etwa für die Leute, die in Bergwerken unter der Erde Steinkohle abbauen. Mit der Kohle lässt sich dann zum Beispiel Strom erzeugen. Große Bergwerke in der Tiefe gibt es in Deutschland schon seit etwa 200 Jahren. Zeitweise arbeiteten dort Hunderttausende Menschen. Zuletzt waren es aber nur noch wenige Tausend.

Denn vor Jahren schon wurde entschieden: In Deutschland soll keine Steinkohle mehr abgebaut werden. Am Freitag war es dann endgültig vorbei. In der Stadt Bottrop machte das letzte Bergwerk in Deutschland dicht. Viele Leute dort waren traurig über das Ende. Schon am Morgen waren sie in Bottrop, um die große Abschlussfeier am Nachmittag vorzubereiten.

Doch warum wurde überhaupt entschieden, dass in Deutschland keine Steinkohle mehr abgebaut wird? Der Grund ist: Die Bergwerke hier sind zu teuer. Steinkohle liegt in Deutschland oft tiefer in der Erde als in anderen Ländern. Die Kohle bei uns abzubauen, ist deshalb aufwendig und kostet viel.

Deshalb hat sich Deutschland entschieden, die Kohle lieber aus anderen Ländern zu kaufen. Denn klar ist auch: Erst mal soll in Deutschland weiter Steinkohle benutzt werden, etwa um Strom zu erzeugen und zu heizen. Naturschützer finden das allerdings nicht gut, weil dabei schädliche Stoffe in die Umwelt gelangen.

dpa.

Schließen

    Diesen Artikel versenden





Bitte bestätigen Sie Ihre Angaben

Bitte geben Sie den untenstehenden Code ein

© VRM GmbH & Co. KG 2019
Alle Rechte vorbehalten | Vervielfältigung nur mit Genehmigung der VRM GmbH & Co. KG