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Erst fasten, dann stolz sein

05. März 2019

Einige Leute sperren am Mittwoch die Tür zum Süßigkeiten-Schrank zu. Andere kaufen jetzt für mehrere Wochen kein Fleisch und keine Wurst mehr ein. Denn die Fastenzeit beginnt.

Diese Zeit dauert von Aschermittwoch bis Ostern. Die Idee dazu kommt aus der Bibel, dem heiligen Buch der Christen. In diesen sieben Wochen verzichten viele Menschen auf etwas, was sie besonders mögen. Das können etwa Süßigkeiten sein oder bei Erwachsenen häufig Alkohol.

Aber warum machen die Menschen das? Eine Expertin erklärt: «Wenn man etwas sehr gern hat, muss man viel Willenskraft aufwenden, um das nicht zu machen. Hat man das geschafft, fühlt man sich stark.»

Die Menschen sind also stolz auf sich selbst, wenn sie auf etwas verzichtet haben. Die Wissenschaftlerin fügt hinzu: Auf alles zu verzichten ist nicht nötig. Eine schwierige Aufgabe reicht.

Früher haben sich besonders die Christen an die Fastenzeit gehalten. Sie aßen an bestimmten Tagen kein Fleisch, beteten viel und durften nicht tanzen. Heute fasten auch viele nicht-religiöse Menschen.

Oft verzichten die Menschen auch auf andere Sachen als früher. Einige versuchen zum Beispiel, weniger aufs Handy und den Computer zu schauen. Stattdessen wollen sie mehr Zeit mit der Familie verbringen. Andere versuchen, ohne Auto klarzukommen.

Die evangelischen Kirchen haben noch einen anderen Vorschlag: Lügen-Fasten. Man soll also immer die Wahrheit sagen. Auch bei solchen Fragen wie «Hat es geschmeckt?» oder «Wie sehe ich aus?». So soll man merken, wie oft man eigentlich lügt.

Gefällt dir eine dieser Ideen? Dann kannst du sie ausprobieren. Das ist allein deine Entscheidung. Oder hast du keine Lust? Das ist nicht schlimm. Es gibt viele Leute, die beim Fasten nicht mitmachen.

dpa.

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