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Dragi, Eberhard und Franz

11. März 2019

Kennst du Dragi, Eberhard und Franz? Die drei sind windige Gestalten. Du kannst sie hören, wie sie um die Ecken blasen. Du kannst ihre Nässe auf der Haut fühlen. Und sehen, wie sie Bäume biegen und Dinge wegblasen.

Dragi, Eberhard und Franz sind die Namen von drei starken Sturmtiefs. Die ersten beiden dieser Schlecht-Wetter-Gebiete zogen am Wochenende über Deutschland. Nun kommt Franz zu uns.

«Diese Tiefdruckgebiete ziehen wie auf einer Autobahn», sagt der Wetter-Experte Andreas Friedrich. «Sie sind schnell, kommen hintereinander und nehmen alle die gleiche Strecke.» Dragi, Eberhard und Franz nähern sich vom Westen und ziehen in den Osten davon.

Eberhard blies am Sonntag besonders stark. Selbst im Flachland erreichte der Wind bis zu 126 Kilometer pro Stunde. «Das ist volle Orkanstärke», meinte der Experte. Durch den starken Wind fielen Bäume um und Verkehrsschilder wurden aus dem Boden gerissen. Einige Häuser verloren Dachziegel oder gleich das ganze Dach.

Wer am Wochenende und am Montag irgendwo hinfahren wollte, hatte oft Probleme. Viele Züge fuhren zu spät oder gar nicht. Straßen wurden gesperrt, weil umgestürzte Bäume sie blockierten. Einige Menschen hatten auch zeitweise keinen Strom.

Das klingt außergewöhnlich! Aber der Wetter-Experte Andreas Friedrich meint: «Das haben wir im Winter und früheren Frühjahr öfter.» In dieser Zeit sei die Luft im Polargebiet noch sehr kalt, über dem Mittelmeer aber schon warm. «Wenn die Unterschiede so groß sind, entstehen dazwischen immer wieder starke Tiefdruckgebiete.»

Auch in den kommenden Tagen soll es windig bis stürmisch bleiben. «Es kommen noch weitere Tiefdruckgebiete nach», sagt der Experte.

dpa.

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