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Verliebtheit kommt aus dem Gehirn

Von dpa

Jemanden toll finden und sich zu verlieben, ist ein irre aufregendes Gefühl. Das liegt daran, dass in unserem Körper auf einmal Botenstoffe viel zu tun haben.

Irgendwann trifft man einen besonderen Menschen, und dann geht es los: Man ist aufgeregt, hat Herzklopfen und Kribbeln im Bauch. So kann es sich anfühlen, wenn man verliebt ist.

Im Körper passiert dann eine ganze Menge gleichzeitig. Verantwortlich dafür sind unter anderem Stoffe, die Hormone heißen. Der Arzt und Wissenschaftler Maximilian Lenz kennt sich damit aus und erklärt: «Hormone sind Botenstoffe, die in unserem Körper gebildet werden.» Sie können beeinflussen, wie der Körper insgesamt funktioniert.

Nachrichten an die Zellen liefern

Denn Hormone sind wie Postboten im Körper unterwegs. Sie werden vom Gehirn gesteuert. Das ist die Schaltzentrale unseres Hormonsystems. Durch die Blutbahn transportieren die Hormone ihre Nachrichten im Körper zu all unseren Zellen. Zellen sind die kleinen Bausteine, aus denen unser Körper besteht. 

Die Zellen empfangen die Nachrichten mit ihren Rezeptoren. Das kann man sich wie einen Briefkasten vorstellen.

Was macht unser Körper, wenn wir verliebt sind?

Ist man verliebt, schüttet das Gehirn zum Beispiel den Botenstoff Dopamin aus. Der sorgt dafür, dass wir uns glücklich fühlen. Dopamin wird deshalb auch Glückshormon genannt.

Ein anderes Hormon, das dann ausgeschüttet wird, heißt Adrenalin. Das führt dazu, dass man sich aufgeregt fühlt und das Herz schneller schlägt. Das also steckt hinter dem Herzklopfen, das man bekommt, wenn man an diesen besonderen Menschen denkt. Für die wilden Gefühle sind insgesamt sogar noch mehr Hormone verantwortlich.

Aus Verliebtheit wird Liebe

Die Verliebtheit geht aber irgendwann vorbei. Manchmal wird nichts daraus. Oder wir kommen in eine «Phase der Bindung», wie Maximilian Lenz erklärt. 

Die Aufregung wird weniger, stattdessen schüttet der Körper mehr von dem Hormon Oxytocin aus. Das sorgt dafür, dass wir uns mit einem anderen Menschen verbunden fühlen und ihm nahe sein wollen. Oxytocin wird deshalb auch Kuschelhormon genannt. So kann aus Verliebtheit langsam Liebe werden.

© dpa-infocom, dpa:260303-930-760991/1