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Eingraben, wegtauchen, aufplustern: Tiere bei Eis und Schnee

14. Januar 2019

Im Süden Deutschlands schneit es seit Tagen immer wieder. Helfer arbeiten rund um die Uhr daran, Straßen freizuschaufeln oder Menschen in Not zu helfen. Und wie kommen Wildtiere mit dem Wetter klar?

Am Boden: Winterschläfer wie Igel oder Murmeltiere haben es gut. Sie fressen sich rechtzeitig eine dicke Fettschicht an und verschlafen den Winter in ihrem Bau. Tiere wie Hirsche oder Gämsen haben schwerer. Liegen wie jetzt mehrere Meter Schnee, können die Tiere kaum irgendwo hinlaufen. Auch an Gras zum Fressen kommen sie nicht. Menschen möchten den Tieren deshalb helfen. Sie wollen, dass in einigen Gebieten Heu mit Hubschraubern verteilt wird.

In der Luft: Um warm zu bleiben, plustern Vögel ihr dichtes Federkleid auf. Dabei entsteht zwischen den Federn Luft. Diese Luftschichten helfen den Vögeln, warm zu bleiben. Allerdings kommen die Vögel schwer an Futter. Greifvögel wie der Mäusebussard etwa finden unter dem Schnee keine Mäuse. Deshalb fressen die Greifvögel Aas, also tote Tiere.

In der Erde: Auch mit seinen Grabe-Pfoten kommt der Maulwurf nicht durch gefrorene Erde. Deshalb buddelt er tief hinunter. Dort kommt der Frost nicht hin. Um seine Nahrung braucht sich der Maulwurf keine Sorgen zu machen. Er hat vor dem Winter Vorräte angelegt, etwa mit Regenwürmern. Diese tötet er nicht. Er lähmt sie mit einem Biss. So kann der Maulwurf immer frische Regenwürmer fressen.

Im Wasser: Fische lassen sich auf den Grund des Sees absinken, denn bis dort friert das Wasser meist nicht zu. Ganz ungefährlich ist der Winter für Fische aber nicht. Denn wenn Eis das Wasser bedeckt, kann nach einiger Zeit der Sauerstoff knapp werden. Fischotter freuen sich dagegen. Sie erbeuten die fast bewegungslosen Fische leichter. Fischotter sind durch ihren dichten Pelz vor Kälte geschützt. Auf der Fläche einer Ein-Euro-Münze hat der Mensch auf dem Kopf etwa 300 Haare. Der Fischotter dagegen 50 000!

dpa.

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