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Druck

01. April 2009

An der Erdoberfläche fühlen wir Menschen uns wohl. Es herrscht ein Druck von einem Bar - für uns ideal. Ganz anders ist das im Wasser. Je tiefer man taucht, desto größer wird der Druck.

In der Tiefsee, beispielsweise in 3000 Meter Tiefe, herrscht schon ein Druck von 300 bar. Das bedeutet, dass auf jedem Quadratzentimeter Körperoberfläche das enorme Gewicht von 300 Kilogramm lastet. Das könnte kein Mensch überleben - jedenfalls nicht ohne ein sicheres Tauchboot!

Die Bewohner der Tiefsee haben aber Tricks, wie sie diesen Druck aushalten, ohne zerquetscht zu werden. Manche bestehen fast vollständig aus Wasser. Das kann nicht weiter zusammengequetscht werden und hält daher dem großen Druck stand. Die Knochen der Tiefseebewohner sind im Gegenzug oft möglichst klein.

Die meisten Tiefseefische unterscheiden sich von ihren Artgenossen aus flacheren Gewässern, weil sie keine Schwimmblase haben. Die Schwimmblase dient normalerweise dazu, eine bestimmte Schwimmtiefe einzuhalten. Andere Tiefseebewohner wieder haben ihre körpereigenen Eiweiße so verändert, dass ihnen der Druck nichts anhaben kann. Kommen die Tiefseetiere an die Wasseroberfläche, leiden oder sterben sie meist ebenso, wie wir es in der Tiefsee würden.

dpa.

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