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Sich weltweit besser verstehen

Von Isabelle Modler, dpa

Im Goethe-Institut kann man Deutsch lernen. Es wurden aber auch gegründet, um Freundschaften in verschiedenen Ländern zu schließen.

Goethe war ein weltoffener und neugieriger Mensch, findet Annika Goretzki. «Er wollte mit vielen Menschen sprechen.» Annika Goretzki arbeitet beim Goethe-Institut. «Miteinander sprechen ist wichtig, damit sich die Menschen weltweit besser verstehen», sagt sie.

Nach berühmtem Dichter benannt

Darum geht es den Goethe-Instituten an vielen Orten auf der Welt. Sie bieten Deutschkurse an und fördern die deutsche Kultur und Sprache im Ausland. Benannt wurden sie natürlich nach dem berühmten Dichter Johann Wolfgang von Goethe. Er lebte vor rund 200 Jahren.

Das Goethe-Institut gibt es seit 75 Jahren. Es wurde damals am 9. August von Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern gegründet. «Auch heute ist das Goethe-Institut oft eine der ersten Anlaufstellen, wenn Menschen aus dem Ausland nach Deutschland kommen und unsere Sprache lernen wollen», sagt Annika Goretzki. Dort können sie sich auf Prüfungen vorbereiten, die sie brauchen, wenn sie hier arbeiten oder studieren wollen.

Sprachkurse und Filmvorführungen

In Deutschland verteilt gibt es zwölf Institute. «Der größte Teil der Arbeit findet aber im Ausland statt», sagt Annika Goretzki. 

In hundert Ländern gibt es Büros, etwa in Taiwan, in der Mongolei und der Türkei, aber auch in Spanien, Italien oder Frankreich. Dort werden Sprachkurse angeboten, aber auch regelmäßig deutsche Filme gezeigt. Zudem gibt es oft Konzerte. Fußballer kommen zu Besuch oder Künstlerinnen und Künstler treffen sich. «So können Menschen im Ausland Kultur aus Deutschland und aus anderen Ländern kennenlernen», erklärt Annika Goretzki.

Kinderbücher übersetzen

«Das Goethe-Institut hilft auch dabei, deutsche Kinderbücher in andere Sprachen zu übersetzen. Damit Kinder aus anderen Ländern Geschichten von Autorinnen und Autoren aus Deutschland kennenlernen können», sagt Annika Goretzki.

Das Institut organisiert auch Wettbewerbe, die sich mit aktuellen Themen beschäftigen. «So konnten Schülerinnen und Schüler in mehreren Ländern im Deutschunterricht etwa mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Videos, Bilder oder Songs erstellen. Am Ende konnten alle die Werke der anderen sehen», sagt Annika Goretzki. Auch das soll Austausch und Freundschaft fördern.

© dpa-infocom, dpa:260804-930-481550/1