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Seltener bibbern vor den Eisheiligen

Von dpa

Mitte Mai kommt die Zeit der Eisheiligen. Vor diesen Tagen fürchteten sich Bauern früher. Denn der Frost konnte Pflanzen schaden.

Stephan Jansen/dpa

Eisige Temperaturen, obwohl es schon lange Frühling ist? Das passiert manchmal. Vor allem nachts kann noch einmal sehr kalt werden. Der Grund dafür ist Polarluft, die aus dem Norden nach Deutschland zieht. So ein Wetter beobachten die Menschen regelmäßig schon vor Hunderten von Jahren.

Sie benannten diese eisigen Tage nach den Heiligen, die dann ihren Namenstag haben. Diese Eisheiligen heißen Mamertus, Pankratius, Servatius und Bonifatius. Die Tage endeten mit Sophie am 15. Mai.

Kalte Sophie abwarten

Bis heute zittern manche Menschen vor den Eisheiligen. Denn Kälte und Frost können Pflanzen schädigen. Ein Spruch dazu lautet: «Pflanze nie vor der kalten Sophie».

Ein Fachmann vom Deutschen Wetterdienst erklärt aber: Wegen des Klimawandels spiele die Regel von den Eisheiligen kaum noch eine Rolle. «Es ist so spät nur noch selten so kalt, dass man Frost hat.»

© dpa-infocom, dpa:260507-930-47937/1