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Seltene Blumen im Winter suchen

Von dpa

Ist es draußen richtig kalt, wachsen an dünnen Fenstern manchmal Eisblumen. Die heißen zwar Blumen, sehen aber eher aus wie Farne oder Blätter. Sie zu finden ist schwierig!

Hast du Lust, seltene Blumen zu suchen? Wenn Frost herrscht, wachsen sie aus winzigen Kristallen heran. Solche Eisblumen zu finden, ist allerdings schwer geworden.

Früher, als deine Großeltern noch Kinder waren, wuchsen Eisblumen an vielen Scheiben von kühleren Räumen: zum Beispiel am Toilettenfenster oder im Schlafzimmer. Damals bestanden die Fenster häufig nur aus einem dünnen Glas. Das war im Winter auch innen eiskalt.

Blumen nur mit alten Fenstern

Heute ist in den meisten Häusern Isolierglas verbaut, und zwar mehrere Scheiben hintereinander. Die innerste Scheibe des Fensters ist dann eher warm, zu warm für eisige Gebilde.

Eisblumen brauchen drei Dinge zum Wachsen: eine Oberfläche unter Null Grad Celsius, feuchte Luft und Staub oder Risse auf der Oberfläche. Dann kann die Feuchtigkeit aus der Luft am Glas gefrieren. Das geht immer am Staubkorn oder am Riss los und wächst von dort aus weiter. So sprießen die Blumen, die eher wie glitzernden Blätter und Farne aussehen.

Treppenhaus und Motorhaube

Der Forscher hat Max Gmelch hat einen Tipp, um noch Eisblumen zu finden: In Treppenhäusern könntest du gucken. Dort gibt manchmal noch alte Fenstergläser. Außerdem ist es dort kühler. Auch auf Motorhauben und an Autofenstern könnte es sein, dass die Kristalle wachsen, wenn es dort feucht genug ist.

Weitere mögliche Orte: alte Gartenhäuser mit dünnem Glas und zugigen Fensterrahmen. Am allerbesten wäre ein feuchtes Glashaus, wie zum Beispiel ein Gewächshaus.

Falls du nicht fündig geworden bist: Vielleicht siehst du im Garten oder im Park Raureif an Pflanzen hängen. Diese weiße Schicht ist sehr ähnlich. Auch der Raureif hat sich gebildet, weil die Luft kälter geworden ist und nicht mehr so viele Wasserteilchen halten kann wie vorher. Also muss das Wasser irgendwo hin: Es gefriert an einer Oberfläche und sieht aus wie Glitzerdeko.

© dpa-infocom, dpa:250213-930-373796/1