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Oskar und Lia suchen Knochenbrüche und zerstören Krebszellen

Von Miriam Mair, dpa

In dieser Ausstellung für Kinder und Jugendliche dreht sich alles um die Medizin der Zukunft. Auf einem Schiff fährt die Ausstellung in den nächsten Monaten durch Deutschland, Polen und Österreich.

Oskar fährt mit einem kleinen Gerät über einen nachgebauten Armknochen. «Hier ist eine große Delle, sonst ist alles gerade», stellt er fest. Er hat mit einem Ultraschall-Gerät den Bruch gefunden. 

Der Zwölfjährige erkundet eine Ausstellung auf dem Schiff «MS Wissenschaft». Dort geht es um die Medizin der Zukunft. Das Schiff fährt von Mai bis September durch Deutschland, Polen und Österreich. Wann es bei dir vorbeischwimmt, kannst du hier nachlesen: https://dpaq.de/6WWTrRl

Ultraschall ist eine Methode, um im Körper nach Knochenbrüchen zu suchen. Bislang macht man Knochen oft mit Röntgenstrahlen sichtbar. Allerdings haben diese Strahlen Nachteile: Wenn man sie zu oft abbekommt, können Körperzellen geschädigt werden. Ultraschall könnte zur gesünderen Alternative werden.

Krebszellen bekämpfen

Während Oskar noch mit dem Ultraschall arbeitet, beugt sich Lia über einen Bildschirm. Sie zielt auf Krebszellen. Dabei muss sie aufpassen, dass sie keine gesunden Zellen erwischt. Unser Körper besteht aus Milliarden Zellen. Durch die Krankheit Krebs geraten manche Zellen außer Kontrolle und können dem Körper schaden. 

Bei der Zelltherapie, die an dieser Station erklärt wird, werden Abwehrzellen des eigenen Körpers genutzt, um zu helfen. Ärzte entnehmen den Patienten diese Zellen und verändern sie im Labor. 

Anschließend können die veränderten Zellen Krebszellen aufspüren. Ausgestattet mit der neuen Superkraft geht es für die veränderten Zellen wieder in den Körper. Am Bildschirm versucht Lia, damit die Krebszellen zu zerstören. Die Zwölfjährige sagt: «Es ist sehr cool, dass man über etwas aufgeklärt wird, das man vorher noch nicht wusste.»

Insekten statt Fleisch auf dem Burger?

Dann geht es für Lia und Oskar weiter zur nächsten Station. Dort können die beiden am Computer Burger zusammenstellen. «Wir nehmen Bacon, ein Double-Patty aus Rindfleisch, Avocado und Mayo», entscheidet Oskar. Danach erfährt er, was daran gesund und weniger gesund ist. Der Zwölfjährige ist überrascht, dass das Fleisch seines Burgers der empfohlenen Menge einer Woche entspricht.

Als Alternative schlägt der Computer zum Beispiel ein Patty aus Insekten vor. Oskar ist neugierig. Er würde das sofort ausprobieren. Lia kann sich das eher nicht vorstellen. Am Ende sagt Oskar: «Ich würde den Burger trotzdem mit Double-Patty essen, aber dafür vielleicht in der restlichen Woche kein Fleisch mehr.»

© dpa-infocom, dpa:260508-930-53255/1