
Tamara findet, die Schrift sieht wie eine schöne Geheimschrift aus. Die Zwölfjährige aus Thüringen lernt mit ihrem Opa in einem Kurs Sütterlin.

Tamara und ihr Opa gehen extra zu einem Kurs, um die alte Schrift zu lernen.

So sieht es aus, wenn Tamara in Sütterlin schreibt.

Dieser Kasten mit den Sütterlin-Buchstaben hilft beim Lernen der Schrift.
Tamaras Namensschild kann man gut lesen. Doch das, was die Zwölfjährige schreibt, ist schwierig zu entziffern. Denn Tamara lernt gemeinsam mit ihrem Opa eine spezielle Schrift mit Bögen und Ecken. «Ich finde, dass es schön aussieht, irgendwie wie eine coole Geheimschrift», sagt die Schülerin aus dem Bundesland Thüringen.
Alte Briefe lesen
In Deutschland lernten Schülerinnen und Schüler die Schrift vor ungefähr 100 Jahren. Sie wurde nach ihrem Erfinder benannt und heißt Sütterlin. Warum lernen Leute sie heute noch? Manche wollen alte Briefe entziffern können. Tamaras Opa beispielsweise sucht in alten Kirchenbüchern nach Infos über Verwandte.
Tamara hat Sütterlin schon im Kunstunterricht benutzt. Da brauchte sie für eine Aufgabe eine alte Schrift. Die Zwölfjährige hat auch bereits einen Abschiedsbrief für eine Grundschullehrerin in Sütterlin geschrieben.
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