
Die blöde Allergie gegen Erdnüsse loswerden? Das klappt bei manchen Kindern gut, bei anderen aber gar nicht. Fachleute haben nun eine Idee, woran das liegen könnte. Sind da Erdnüsse drin? Kinder mit einer Erdnussallergie müssen das häufig fragen. Ihr Körper reagiert schlimm, wenn sie Erdnüsse essen. Eine neue Studie hat nun gezeigt, wie man erkennt, ob eine Behandlung dagegen helfen würde. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem über. Das ist eigentlich dazu da, Krankheiten zu bekämpfen. Wenn man allergisch ist, reagiert es nicht nur auf Viren oder Bakterien, sondern auch auf manche eigentlich harmlose Stoffe. Weiß man, worauf man allergisch ist, soll man diese Dinge vermeiden. Bei Erdnüssen ist das schwierig. Selbst winzig kleine Mengen können schon zu Reaktionen führen. Und Erdnüsse werden in vielen Nahrungsmitteln verarbeitet, etwa in Süßigkeiten. Selbst auf den Verpackungen von eigentlich erdnussfreie Lebensmitteln steht manchmal ein Hinweis: «Kann Spuren von Erdnüssen enthalten». Das liegt daran, dass die gleichen Anlagen zur Herstellung verschiedener Lebensmittel genutzt werden. Es gibt Möglichkeiten, eine Erdnussallergie zu behandeln. Fachleute sprechen von einer Desensibilisierung. Damit ist gemeint, dass der Körper ganz langsam an die Stoffe gewöhnt wird. Vielen Kindern hilft diese Therapie, bei anderen werden aber schlimme allergische Reaktionen ausgelöst. Wissenschaftler haben Hinweise drauf gefunden, woran das liegen könnte. Sie haben das Blut von Kindern vor und nach dieser Therapie untersucht. «Kinder, die gut auf die Behandlung ansprachen, schienen schon vor Beginn der Therapie ein weniger reaktives Immunsystem zu haben», erklärt ein Forscher. Bestimmte Merkmale im Blut könnten also dabei helfen, den Erfolg der Behandlung vorherzusagen. Im nächsten Schritt ist eine Studie geplant, die helfen soll, mit einem Bluttest vorab die Therapie genauer anzupassen.

Überall stecken Erdnüsse drin
Den Körper dran gewöhnen
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