
In seiner Freizeit saß Jonas nur vor dem Computer. Heute füllt er seine Zeit anders. Dafür brauchte er Hilfe.

Jonas hat eine Therapie gegen seine Mediensucht gemacht. Sein Gesicht möchte er lieber nicht zeigen.

Manche Kinder und Jugendliche verbringen so viel Zeit vor dem Bildschirm, dass für anderes kein Platz mehr bleibt. Das nennt man Mediensucht.
Acht Stunden am Stück zocken, das war für Jonas Alltag. «Ich hatte keine Freunde. Meine Freizeit hat am Computer stattgefunden», sagt der heute 17-Jährige. Vor anderthalb Jahren reichte es seiner Mutter. Sie drängte ihn, eine Therapie zu machen, also Hilfe von Experten anzunehmen.
Jonas ist mediensüchtig. So nennt man es, wenn jemand die Kontrolle über seine Zeit vor dem Bildschirm verliert. «Es werden Freunde vernachlässigt, die Schule und die Körperhygiene. Man putzt sich seltener die Zähne oder duscht weniger», erklärt der Fachmann Philipp Martzog. Er unterstützt Kinder und Jugendliche wie Jonas.
Die Freizeit anders füllen
Einzelgespräche und eine Therapie in der Gruppe halfen Jonas. «Ich habe es persönlich geschafft, weniger Zeit vor dem Monitor zu verbringen, langsam und schleppend», sagt der Jugendliche. Stattdessen hat er gelernt, die Zeit mit anderen Dingen zu füllen. Jonas geht jetzt ins Fitnessstudio, hat eine Freundin, einen Mini-Job und macht mehr für die Schule.
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