
Hören wir, wie jemand lacht, geht es schnell auch bei uns los: Wir glucksen, kichern und lachen mit. Denn tatsächlich ist Lachen ansteckend.

Gemeinsam zu lachen, schafft ein Gefühl von Zusammengehörigkeit.

Lachen stiftet ein Gemeinschaftsgefühl.
Wir werfen den Kopf in den Nacken, ziehen die Mundwinkel nach oben und prusten los: Lachen ist ein tolles Gefühl! Lacht jemand in unserem Umfeld und lachen wir mit, heißt es oft: Lachen ist ansteckend. Stimmt das?
Ja, sagt der Forscher Michael Titze: «Schon das Geräusch lachender Menschen veranlasst das Gehirn, die Gesichtsmuskeln aufs Mitlachen vorzubereiten.» Das passiert sogar, wenn wir den Grund für die Fröhlichkeit der anderen nicht kennen.
Lachen verbindet Menschen
In unserem Gehirn sind dafür bestimmte Nervenzellen zuständig. Diese Nervenzellen sorgen dafür, dass wir die Gefühle von anderen nachempfinden. «Das gemeinsame Lachen verbindet Menschen miteinander», sagt Michael Titze und erklärt: «Innerhalb einer Gruppe stiftet Lachen ein Gefühl von Nähe, Zugehörigkeit und Gemeinschaft.»
Dieses Gefühl brauchen Menschen, um sich wohlzufühlen und miteinander zurechtzukommen. Für unsere Vorfahren waren Nähe und Gemeinschaft sogar für das Überleben wichtig. Denn nur zusammen konnte man sich zum Beispiel gegen Raubtiere verteidigen. Deshalb nutzten die Vorfahren der heutigen Menschen schon vor Millionen von Jahren das Lachen, um sich miteinander zu verbinden. «Bevor sich die Sprache entwickelte, gab es schon das Lachen als eine eigene Form der Kommunikation», sagt Michael Titze.
Erst anstrengen, dann wohlfühlen
Lachen ist nicht nur ansteckend, sondern auch gesund. Wer lacht, strengt sich erst einmal an. «Der geregelte Atemfluss wird unterbrochen, so dass viel mehr Luft eingeatmet wird als im Normalzustand», sagt der Lachforscher. Auf die Anstrengung folgt dann die Entspannung. Der Körper schüttet sogar Botenstoffe aus, die Schmerzen lindern. «Nach einem ausgiebigen Lachen fühlt man sich deshalb so wohl», sagt Michael Titze.
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