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Heimlich schenken

Von dpa

Der Nikolaus kommt immer heimlich, wenn er Geschenke bringt. Trotzdem können wir ihn uns gut vorstellen: mit roter Mütze und einem speziellen Stab. Das liegt am eigentlichen Beruf des Heiligen.

Stiefel raus, bald kommt der Nikolaus! Auf den Mann mit der roten Mütze und dem goldenen Stab warten Kinder auf der ganzen Welt. Er kommt auch immer pünktlich: Der 6. Dezember ist sein Tag.

Aber das weißt du vielleicht schon. Schließlich ist der Heilige Nikolaus berühmt und beliebt. Aber wie kommt es, dass so viele Geschichten und vor allem gute Taten mit ihm verbunden werden?

Zwei Bischöfe, ein Nikolaus

Die Menschen haben möglicherweise die Leben von zwei Kirchenmännern gemischt: Beide hießen Nikolaus und lebten vor langer langer Zeit.

Der bekanntere von beiden war Nikolaus von Myra. Er wurde dort geboren, wo heute die Türkei ist. Die christliche Religion war zu seiner Zeit noch neu. Schon als junger Mann übernahm er in der Kirche eine wichtige Aufgabe: Nikolaus wurde Bischof. Man erzählt über ihn, er habe viel Gutes getan. An einem 6. Dezember soll er gestorben sein, daher kommt unser Gedenktag.

Goldmünzen im Versteck

Ungefähr zwei Jahrhunderte später lebte der andere Nikolaus. Auch er wurde Bischof und soll sogar Wunder vollbracht haben. Die rote Mütze und der Bischofsstab sind typische Zeichen für Bischöfe. Die Expertin Barbara Müller sagt: Aus den beiden Männern wurde der eine, den wir heute kennen. Manche Leute bezeichnen Nikolaus als Superheiligen. 

Im Laufe vieler Jahrhunderte entstanden aus den Geschichten über die guten Werke auch Bräuche. Einer davon ist, dass Kinder vor dem Nikolaustag ihre Schuhe rausstellen. Dahinter steckt die Legende, wie der Heilige Nikolaus einst arme Mädchen vor einem schlimmen Leben gerettet haben soll: Er versteckte in ihrem Haus Goldmünzen. Daraus sind die Süßigkeiten, Nüsse und Mandarinen von heute geworden.

Übrigens gilt Nikolaus nicht nur als Freund der Kinder, sondern als Beschützer von Gefangenen, Seefahrern, Kaufleuten und als Helfer in der Not.

© dpa-infocom, dpa:251203-930-374240/1