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Genauer als sekundengenau

Von dpa

Forscher in Singapur haben die wohl genaueste Uhr der Welt gebaut. Dazu lassen sie Atome schwingen, die immer im Takt bleiben.

Damit eine Uhr die Zeit anzeigt, muss ihr Uhrwerk gut funktionieren. In einem mechanischen Uhrwerk schwingt ein kleines Rad: die Unruh. Sie bewegt Zahnräder, die die Zeiger drehen. Doch Wärme und Kälte bringen die Unruh aus dem Takt. Selbst gute Uhren gehen deshalb nicht genau.

Atome schwingen

Eine Atomuhr braucht keine Unruh. Sie nutzt Atome als Taktgeber. Atome sind kleinste Teilchen, aus denen alle Dinge zusammengebaut sind. Für eine Atomuhr werden Cäsium-Atome in Schwingung gebracht. Dieser Takt ändert sich nie. So geht eine Atomuhr extrem genau.

Forscher in Singapur haben nun eine noch genauere Atomuhr entwickelt. Sie benutzen nicht das chemische Element Cäsium, sondern Lutetium. Dieses Element lässt sich offenbar noch weniger aus der Ruhe bringen. Würde diese Atomuhr seit der Entstehung des Universums vor Milliarden Jahren laufen, ginge sie heute viel weniger als eine Sekunde nach.

© dpa-infocom, dpa:260925-930-744188/1