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Friedlich zusammenleben im Dorf

Von dpa

Frank Molter/dpa

Mehr als 800 Geflüchtete leben in der Gemeinde Seeth in dem Bundesland Schleswig-Holstein. Das ist etwas Besonderes. Denn das kleine Dorf hat nur 700 Einwohnerinnen und Einwohner. 

Wegen des Kriegs im Land Ukraine flüchteten seit dem vergangenen Jahr mehr als eine Million Menschen nach Deutschland. Um diese Menschen unterzubringen, wurde etwa in Seeth eine Geflüchteten-Unterkunft wiedereröffnet. Sie liegt in einer alten Kaserne am Rande des Dorfes. 

Der ehrenamtliche Bürgermeister von Seeth, Ernst-Wilhelm Schulz, zeigt sich stolz darüber, wie die Menschen in dem Dorf die Situation akzeptieren. Denn das ist nicht selbstverständlich. In anderen Gemeinden etwa protestieren Bewohnerinnen und Bewohner gegen den Umbau von Flüchtlingsunterkünften, so etwa in dem Dorf Upahl im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. 

In Seeth ging es laut Herrn Schulz bislang allerdings friedlich zu. Die Bürgerinnen und Bürger würden sogar manchmal zu Veranstaltungen in der Flüchtlingsunterkunft eingeladen, erzählt er. Er selbst gehe dann auch jedes Mal hin. «Das ist selbstverständlich. Das sind Bürger, wie alle anderen auch.»

© dpa-infocom, dpa:230327-99-106226/2