
Der Weltkindertag erinnert an die Rechte von Kindern. Eins ist: Sie dürfen bei Entscheidungen, die Kinder betreffen, mitreden. Das sind sichere Schulwege und zum Beispiel Spielplätze.

Manche Städte beteiligen Kinder, wenn sie zum Beispiel Straßen und Spielplätze planen.

Kinder brauchen Plätze, wo sie sich treffen können und sicher spielen.

Viel Platz zum Spielen gibt es auf Spielstraßen.
Was braucht eine Stadt, damit sie ein guter Ort für Kinder wird? Das wissen Mädchen und Jungen oft selbst am besten, finden manche Experten.
In einigen Städten dürfen Kinder deshalb den Leuten in der Politik ihre Meinung zur Gestaltung sagen. Auf diese Weise bestimmen sie mit. Denn Kinder haben ein Recht darauf, sich bei allen Fragen zu beteiligen, die sie betreffen. Das ist eins der Kinderrechte, die für alle Kinder auf der Welt gelten. Der Weltkindertag am 20. September macht auf diese Rechte aufmerksam.
Kinder als Verkehrsdetektive
Wie das gehen kann, zeigt ein Beispiel aus der Stadt Neuwied. Dem Bürgermeister Peter Jung ist es wichtig, dass seine Stadt so ist, wie Kinder es möchten: «Eine kinderfreundliche Stadt ist für mich, wenn wir nicht nur über Kinder sprechen, sondern auch mit Kindern sprechen. Das heißt, wenn es um den Spielplatz geht, um den Schulhof, Sport und Freizeitmöglichkeiten, dass wir Kinder vor Entscheidungen einbeziehen».
Dafür sind in der Stadt Kinder als Verkehrsdetektive unterwegs. Sie erzählen den Politikern und Politikerinnen, wo sie in der Stadt gerne abhängen oder welchen Schulweg sie gehen. Dann können sich die Mitarbeiter im Rathaus darum kümmern, die Stadt dort besser zu machen, wo die Kinder sind. Zum Beispiel sorgen sie für sichere Wege zur Kita und zur Schule.
Die Kinder dürfen außerdem mitreden und ihre Ideen einbringen, wie die Spielplätze aussehen sollen. In einer Planungswerkstatt haben sie auch zwei neue Schulhöfe mitgeplant.
Im Kinderparlament mitreden
Damit Kinder mitentscheiden können, braucht es auch Orte zum Diskutieren, sagen Fachleute wie Dominik Bär vom Verein «Kinderfreundliche Kommunen». Kommunen ist ein Fachbegriff, der meist eine Stadt oder eine Region umfasst.
«Es gibt zum Beispiel in vielen Städten Kinder- und Jugendparlamente, wo Kinder und Jugendliche über Schulen rein gewählt werden, um dann dort ihre Ideen erst mal selbst zu besprechen und dann auch an die Politik weiterzugeben», erklärt er.
In einem solchen Parlament ist Paul aktiv. Zusammen mit anderen Kindern und Jugendlichen vertritt er die Meinung der jungen Einwohner in Steinbach-Hallenberg. Die haben zum Beispiel einen neuen Skatepark der Stadt mitgeplant. «Man ist dann total stolz, wenn man so etwas erreicht hat.», erzählt er.
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