
«Helau», rufen die Narren in Düsseldorf. «Alaaf», schallt es von den Jecken aus Köln. In der Karnevalszeit schwirren viele besondere Begriffe herum. Hier erfährst du mehr.

Bei manchen Karnevalsumzügen wird kräftig Helau gerufen.

Mit bunten Kostümen werden die Karnevalisten in den nächsten Tagen losziehen.

Um besonders viel Kamellen zu fangen, tricksen manche Kinder mit Regenschirmen.
Wer als Superheld oder Tier verkleidet herumläuft, zieht alle Blicke auf sich. Es sei denn, alle anderen tragen auch Kostüme. In den nächsten Tagen kann das in manchen Städten passieren. Denn die Menschen in Deutschland feiern Karneval. Das sieht zwar überall ähnlich aus, heißt aber ganz unterschiedlich. Hier lernst du die wichtigsten Begriffe kennen.
Von Fastnacht bis Karneval
Das Wort Karneval dürfte zwar überall bekannt sein. In einigen Regionen hat das Fest aber einen anderen Namen. Im Süden von Deutschland sagen die Menschen häufig Fasching, teilweise aber auch Fasnet oder Fastnacht. In Köln ist auch von Fastelovend die Rede. In den Namen steckt häufig das Wort Fasten. Denn nach den Karnevalstagen beginnt die Fastenzeit.
Von Altweiber bis Veilchendienstag
Mit dem Donnerstag beginnen die wilden Karnevalstage. Er wird unter anderem Altweiber oder Weiberfastnacht genannt. Denn an diesem Tag haben traditionell die Frauen das Sagen. Ab Samstag geht es dann mit einer Reihe von Blumennamen weiter: Nelkensamstag, Tulpensonntag, Rosenmontag und zum Abschluss der Veilchendienstag. Am Aschermittwoch endet die Karnevalszeit.
Von Alaaf bis Helau
Geschmückte Wagen ziehen durch die Straßen. Von oben rufen verkleidete Menschen und schmeißen Süßigkeiten. Doch was muss man rufen, um den Süßkram zu ergattern? In Düsseldorf ruft man Helau. In Köln und Bonn heißt es Alaaf. Olau rufen die Koblenzer Karnevalisten. Anderswo rufen die Leute auch Ahoi. Die Süßigkeiten werden in manchen Städten Kamelle genannt.
Von Berlinern bis Krapfen
Zum Karneval gehört neben den Süßigkeiten noch eine andere Leckerei: Hefeteig mit Puderzucker und einem dicken Klecks Marmelade innen drin. Im Rheinland sagt man dazu Berliner. Wer aus Berlin kommt, kennt dieses Gebäck als Pfannkuchen. In Bayern heißt es Krapfen und in Frankfurt Kreppel. Schmecken tut es aber überall, egal unter welchem Namen.
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