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Nest

01. April 2009

Dinosaurier und Nester - wie soll das denn zusammenpassen? Tatsächlich gab es Dinos, die ihre Nachkommen hüteten und brüteten. 1923 entdeckten Forscher in der Mongolei die ersten versteinerten Dinosauriernester mit Eiern darin.

Fünfzig Jahre später entdeckte man einen Nistplatz der Majasaura - was nicht umsonst so viel wie «Gute-Mutter-Echse» bedeutet. Die kleinen Majasaura waren Nesthocker. Das bedeutet, dass die Mutter sie noch nach dem Schlüpfen fütterte und verteidigte. Dass das so war, wissen Forscher weil sie Nester mit frisch geschlüpften und heranwachsenden Jungen darin fanden.

In jedes Nest legten die Majasaura bis zu 30 Eier. Um diese große Krabbelstube unter Kontrolle halten zu können, nisteten die Tiere in großen Gruppen. Allerdings mussten zwischen den Nestern sieben Meter Abstand bleiben, damit die großen Tiere sich nicht in die Quere kamen.

Doch ein Rätsel gibt es: Warum eigentlich zerquetschten die Kolosse mit ihren bis zu vier Tonnen schweren Körpern die Eier beim Brüten nicht? Die Forscher wissen es nicht.

Doch die Majasaura waren wohl die besten Mütter unter den Sauriern. Auch Psittacosaurus scheint seine Jungen länger betreut zu haben. Das beweist eine bei einem Vulkanausbruch verschüttete Familie: 34 Junge scharen sich da eng aneinander geschmiegt um ein Alttier in ihrer Mitte. Andere Arten brüteten ihre Eier zwar selbst aus, verließen die Jungen nach dem Schlüpfen aber sehr bald.

dpa.

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