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Laute

01. April 2009

Wie hat es wohl geklungen in der Welt der Saurier? Welche Geräusche erfüllten die Luft? Niemand weiß, wie sich die Dinosaurier verständigt haben oder welche Laute sie hervorbrachten. Bei einer Dino-Art haben die Forscher allerdings eine Idee: beim Parasaurolophus.

Parasaurolophus war ein bis zu zehn Meter langer Pflanzenfresser. Der Dino hatte auf seinem Kopf einen beinahe zwei Meter langen Kamm - den größten aller Dinosaurier. Dieser Kamm war eine lange, hohle Röhre. Sie begann an der Nase, führte zwischen den Augen hindurch und reichte weit nach hinten. Die Röhre war quasi eine nach hinten verlängerte Nase.

Viele Forscher vermuten, dass der Dinosaurier damit wie auf einem Musik-Instrument - zum Beispiel einer Posaune oder einem Jagdhorn - blasen konnte. Er presste Luft in den Hohlraum aus Knochen. Vermutlich entstanden dadurch tiefe Töne. Damit konnte sich das Tier über weite Strecken verständigen.

Tiefe Töne haben einen Vorteil: Tiefe Töne lassen sich schlecht orten. Das bedeutet: Auch wenn er laut war, verriet Parasaurolophus seine Position nicht so leicht an Fleischfresser - seine Feinde. Artgenossen konnten die lauten Bässe aber trotzdem weit hören.

Vom Jungtier hin zum Erwachsenen vergrößerte sich der Kamm und damit der Hohlraum. Vermutlich erzeugten Jungtiere also hohe Töne, die mit dem Alter immer tiefer wurden. Es gibt aber auch eine andere Theorie über die Nasen-Verlängerung: Nämlich, dass sie gar nicht für Geräusche da war, sondern einfach zum besseren Riechen.

dpa.

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