
In ihrer Freizeit gehen manche Jugendliche auf den Friedhof. Sie pflegen Gräber von unbekannten Soldaten. Das gehört zu einem Friedensprojekt.

Valentina Corsetti aus Italien säubert einen Grabstein.

Guillaume Krezdorn aus Frankreich macht mit beim Projekt auf dem Friedhof.

Jugendliche aus mehreren Ländern sind nach Magdeburg gekommen, um dort Gräber aus dem Krieg zu pflegen.
Die meisten Grabsteine auf Friedhöfen tragen Namen. Auf dem Westfriedhof in Magdeburg steht aber oft nur «unbekannter Soldat». Denn hier sind Tote aus dem Zweiten Weltkrieg begraben. Bei vielen wusste man damals nicht, wer sie sind.
Es gibt also auch keine Verwandten, die sich um das Grab kümmern. Stattdessen packen im Sommer Jugendliche aus mehreren europäischen Ländern an. Mit Eimern, Bürsten und Harken befreien sie die Gräber von Moos und Dreck.
Schrecklicher Krieg
Eine von Ihnen ist Valentina aus dem Land Italien. Sie ist auch dabei, um ihre eigene Familiengeschichte besser zu verstehen. Wie schrecklich ein Krieg ist, wüssten zwar alle. Aber erst an den echten Gräbern spüren sie die Auswirkungen ganz real, erzählt sie.
Das Ziel des Projekts auf dem Friedhof ist, dass nicht vergessen wird, was damals schreckliches passiert ist. Auf den T-Shirts der Jugendlichen steht deshalb «gemeinsam für den Frieden».
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