
Im Sommer bekommen Deutschland und die Nordhalbkugel der Erde mehr Sonne ab als im Winter. Am längsten Tag des Jahres steht die Sonne besonders hoch am Himmel.

Am 21. Juni erreicht die Sonne ihren höchsten Punkt über der Nordhalbkugel.

Der längste Tag des Jahres wird Sommersonnenwende genannt.
Schon so spät und es ist immer noch hell. Im Sommer kann man lange draußen unterwegs sein. Spielen, ein Eis essen, etwas mit Freundinnen und Freunden unternehmen. Besonders lange hell ist es am 21. Juni. Dann ist Sommersonnenwende in Deutschland und auf der Nordhalbkugel der Erde.
Die Sommersonnenwende ist der längste Tag des Jahres. An diesem erreicht die Sonne ihren höchsten Punkt über der Nordhalbkugel. Wie lange die Sonne dann scheint, hängt von der Gegend ab. Im Süden Deutschlands ist es am 21. Juni ungefähr 16 Stunden hell. Im Norden Deutschlands steht die Sonne fast eineinhalb Stunden länger am Himmel.
Erde zur Seite gekippt
Aber woran liegt es überhaupt, dass die Sonne im Sommer länger als im Winter zu sehen ist? «Die Erde ist eine riesige Kugel, die sich um die Sonne dreht. Dabei ist sie ein bisschen zur Seite gekippt, so wie bei einem Kreisel, der auf der Seite liegt», erklärt ein Experte. «Durch diese Kippung bekommt der Norden im Sommer mehr Sonne ab.» Mit dem Norden meint der Experte die Nordhalbkugel.
Weiter oben im Norden von Europa geht die Sonne am 21. Juni gar nicht unter. Das ist so zum Beispiel in Teilen der Länder Schweden, Norwegen, Finnland und in Island. Dort ist es dann um Mitternacht noch so hell, dass man ohne extra Licht draußen ein Buch lesen kann.
Tage werden wieder kürzer
Am Tag der Sommersonnenwende fängt im Kalender offiziell der Sommer an. Das bedeutet auch: Ab dann werden die Tage wieder kürzer. Davon merkt man erst einmal kaum etwas. Denn die Sonne scheint pro Tag anfangs nur Sekunden, später Minuten weniger lange. Abends ohne extra Licht unterwegs sein kann man zum Glück noch den ganzen Sommer.
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