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Warum Hyänen beim Spielen nie wirklich streiten

Von dpa

Forschende haben Tüpfelhyänen beim Toben beobachtet. Die Tiere sind sehr sozial. Sie unterhalten sich ähnlich genau und geschickt wie bestimmte Affen.

Shenzi, Banzai und Ed verbünden sich mit dem bösen Löwen. Der will gemeinsam mit den drei Hyänen seinen Bruder vom Thron stürzen. So erzählt es der bekannte Disney-Film «Der König der Löwen». 

Auch in anderen Geschichten werden Hyänen manchmal als fies und hinterhältig dargestellt. Dabei sind die Tiere sehr sozial. Sie können sogar eine angespannte Situation beruhigen. Das haben Forschende in einer neuen Studie herausgefunden.

Dafür haben sie Tüpfelhyänen in den afrikanischen Ländern Tansania und Südafrika beim Spielen beobachtet. Die Fachleute stellten fest: Wenn eine Hyäne mit einer anderen tobt und sich beide anschauen, haben sie oft das Maul entspannt geöffnet. Damit zeigen sie sich: Ich bin friedlich.

Hyänen unterhalten sich

Spielen mehrere Hyänen miteinander und es können sich nicht alle gut sehen, machen sie zusätzlich besondere Laute. So wird klar, dass alles freundlich gemeint ist. Obwohl es beim Spielen manchmal sehr wild zugeht, führte es nie zu echten Kämpfen, beschreiben die Wissenschaftler.

Sie haben bei den Tieren 13 verschiedene Laute wahrgenommen. Tüpfelhyänen bellen, knurren, kichern, quietschen, winseln oder fauchen beispielsweise. Die Forschenden schreiben, dass sich Hyänen ähnlich genau und geschickt wie bestimmte Affen unterhalten.

Dass Tüpfelhyänen wie im Film «Der König der Löwen» zu dritt unterwegs sind, ist eher unrealistisch. Sie leben in der freien Natur in großen Gruppen mit bis zu 130 Tieren. Diese werden Clans genannt und haben eine feste Rangordnung. Die Weibchen mit ihren Jungen führen sie an. Tüpfelhyänen spielen übrigens ihr Leben lang. Erwachsene Tiere toben besonders gerne im Wasser herum.

© dpa-infocom, dpa:260712-930-372737/1