
Im Herbst darf der Garten ruhig wild aussehen. Wer sich das Aufräumen spart, bewahrt die Verstecke für Tiere.

Laubhaufen sind gute Verstecke, zum Beispiel für Igel.

Igel verbringen den Winter in einem Unterschlupf.

Vögel fressen die Samen von Pflanzen und Sträuchern.

Wer möchte, kann den Vögeln Futter hinstellen.

Im Garten leben viele große und kleine Tiere, wie diese Schnecke.
Jetzt bereiten sich die Tiere in unseren Gärten auf den Winter vor. Sie suchen Futter und sichere Verstecke. Wir Menschen können ihnen dabei helfen. Dafür muss man im Garten einfach weniger aufräumen. Denn Laub und Äste bieten Tieren Schutz, erklärt Janice Pahl. Sie ist Expertin für Naturschutz.
Ihr Tipp: «Das Laub kann man einfach liegenlassen. Man sollte jetzt keine Hecken oder andere Pflanzen zurückschneiden. Bereits zuvor abgeschnittene Äste kann man zu Reisighaufen zusammenlegen.» So nennt man einen lockeren Stapel aus Stöckchen und Zweigen. Zwischen den Ästen und unter Blättern können sich etwa Kröten, Eidechsen und Igel verstecken.
Tiere mögen es lieber unordentlich
Manchmal muss man Laub trotzdem wegräumen, zum Beispiel auf Wegen. Dafür nimmt man am besten einen Rechen, sagt Janice Pahl: «Elektrische Laubsauger und Laubbläser können kleine Tiere verletzen oder einsaugen.» Das gesammelte Laub wird zum Igel-Haus: «Einfach eine ruhige Ecke im Garten suchen und alles zu einem Haufen aufschichten», sagt die Expertin.
Auch verwelkte Pflanzen können stehenbleiben. Ihre Samen sind Futter für Vögel. In hohlen Blumenstängeln überwintern teilweise Insekten. Sie sind wiederum Futter für andere Tiere.
Zusätzlich kannst du für Vögel auch selbstgemachte Samenkugeln raushängen oder ein Futtersilo aufstellen. Das hat einen schönen Nebeneffekt, findet Janice Pahl: «So kann man Vögel gut aus der Nähe beobachten.»
Im Garten darf natürlich trotzdem gespielt werden. Aber denk dran: Im Laubhaufen könnte ein Igel liegen. Lass ihn in Ruhe weiterschlafen!
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