
Sie erinnern an Meerschweinchen ohne Fell. Manche finden deshalb: Nacktmulle sind die hässlichsten Tiere der Welt. Andere sagen: Sie sind einfach einzigartig!

Mit ihren Zähnen graben Nacktmulle Tunnel.

Die Tiere haben kein richtiges Fell. Das hilft ihnen im Tunnel.

Nacktmulle leben unter der Erde.
Ein Krone hat sie nicht auf. Genau genommen trägt die Königin der Nacktmulle gar nichts, nicht mal richtiges Fell. Die Tiere leben in Gruppen zusammen. Die Königin führt sie an. Was Forschende über die Anführerin herausgefunden haben und was Nacktmulle zu außergewöhnlichen Tieren macht, erfährst du hier.
Leben im Tunnel
Nacktmulle leben in Tunneln unter der Erde in Ostafrika. Ihr Körper ist perfekt daran angepasst. Die Tunnel graben sie mit ihren Zähnen, die aus ihrem Maul herausragen. So kommt keine Erde in ihr Maul. Nacktmulle haben winzige Augen. Das macht aber nichts, da es unter der Erde dunkel ist. Ihre faltige Haut hilft ihnen, geschmeidig durch die Tunnel zu gleiten.
Dufte Anführerin
Nacktmulle gehören zu den wenigen Tieren, die eine Königin haben. Sie ist die Einzige aus der Gruppe, die Nachwuchs bekommt. Dabei hilft ihr ein Duftstoff. Das haben Forschende jetzt neu entdeckt. Der Duft sorgt dafür, dass alle anderen Weibchen in ihrem Umfeld unfruchtbar sind. Um den Nachwuchs kümmern sich dann andere Tiere aus der Gruppe.
Lang statt breit
Die Königin kommt aus dem Bau fast nie heraus. Sie baut keine Tunnel und wird mit Futter versorgt. Doch sie darf nicht zu dick werden, sonst bleibt sie im Tunnel stecken. Deshalb wachsen Nacktmull-Königinnen in die Länge statt in die Breite.
Einer rettet alle
Manchmal versuchen Schlangen, Nacktmulle aus den Tunneln zu holen und zu fressen. Um die Gruppe zu schützen, opfert sich ein Tier. Es stellt sich der Schlange in den Weg, während die anderen hinter ihm den Tunnel verstopfen.
Für Forschende interessant
Die meisten Nagetiere werden höchstens zwei bis drei Jahre alt. Nacktmulle leben manchmal mehr als 30 Jahre. Außerdem erkranken die Tiere nicht an Krebs. Sie empfinden auch nur wenig Schmerz. All das macht sie für Forschende interessant. Sie wollen genau herausfinden, wie die Tiere das machen. Und sie fragen sich: Können Menschen daraus etwas für sich lernen?
© dpa-infocom, dpa:260716-930-393951/1