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Mit Hecheln und Fächeln Hitze überstehen

Von dpa

Hohe Temperaturen strengen auch Tiere an. Doch schwitzen wie wir Menschen können viele nicht. Ihnen helfen stattdessen lange Zungen, große Ohren und andere Tricks.

Wenn unser Körper zu warm wird, läuft der Schweiß. So kühlen wir Menschen uns automatisch ab. Die Feuchtigkeit auf der Haut verdunstet und entzieht dem Körper Wärme. Aber wie kühlen sich Tiere mit Fell und Federn bei Hitze?

Ohren zum Abkühlen

Schwitzen funktioniert bei vielen nicht, sagt die Wildtierexpertin Inga Olfen. «Füchse, aber auch manche Vögel hecheln stattdessen, um sich abzukühlen.» Sicher hast du das schon mal bei einem Hund gesehen: Das Maul ist leicht geöffnet, und die Zunge hängt raus. Über die Atmung verdunstet Feuchtigkeit im Maul oder bei den Vögeln im Schnabel.

Anderen Tieren helfen bestimmte Körperteile. Feldhasen und Elefanten kühlen sich über ihre Ohren. Die sind extra lang oder groß. Bei Hitze werden sie stärker durchblutet und gebe so Wärme nach außen ab. Elefanten fächeln sich mit ihren Ohren auch Luft zu.

Schlamm und Kot

Auch manche Insekten haben Tricks gegen die Hitze. «Libellen machen eine Art Handstand und recken ihr Hinterteil nach oben, um ihre zur Sonne gerichtete Körperoberfläche zu minimieren», sagt die Expertin. Dabei wird nur der Popo warm und nicht der ganze Körper der Libelle.

Andere Tiere nehmen ein Schlammbad. Nashörner kühlen sich zum Beispiel so ab. Der Schlamm auf der Haut schützt zudem vor Sonnenbrand. Der Trick der Störche hat den gleichen Zweck, klingt aber etwas ekelig. «Störche schmieren eigenen Kot auf ihre Beine als Hitzeschutz», sagt Inga Olfen.

Faul im Schatten liegen

Viele Tiere machen bei Hitze außerdem etwas Ähnliches wie wir Menschen: «Sie suchen kühle Orte und Wasserstellen auf, versuchen möglichst wenig Energie zu verbrauchen und verlegen Aktivitäten in die Nacht oder den frühen Morgen», erklärt die Fachfrau.

© dpa-infocom, dpa:260731-930-465942/1