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Glibberig und manchmal schmerzhaft

Von dpa

Achtung, Quallenalarm! An einigen Stränden ist das Baden gerade nicht so schön. Denn an Nordsee und Ostsee tauchen viele Quallen auf.

Endlich Baden am Strand! Aber oje: Es schwimmen Quallen im Wasser. An einigen Orten an der Nordsee und Ostsee trüben die glibberigen Meerestiere gerade den Badespaß. Hier erfährst du einiges über Quallen.

Was sind Quallen überhaupt?

Quallen gehören zu den Nesseltieren. Sie leben zunächst am Meeresboden oder auf Steinen. Erst später treiben sie als fast durchsichtige Tiere im Meer herum. An der Wasseroberfläche suchen sie nach Plankton. Das sind winzige Lebewesen, von denen sich Quallen und andere Tiere ernähren. 

Warum sind so viele an den Stränden?

«Quallen können nicht schnell genug schwimmen, um sich über Strömungen hinwegzusetzen», erklärt der Experte Lars Gutow. «Bei der entsprechenden Wind- und Strömungsrichtung werden Massen an Quallen an die Strände gespült.» Gerade in den Buchten von Küsten sammeln sie sich dann. Dass sich die Tiere stark vermehren, hat auch mit dem Menschen zu tun. So führt verschmutztes Wasser zu mehr Plankton. Das lockt die Quallen an.

Sind Quallen gefährlich?

«Alle Quallen gehören zur Gruppe der Nesseltiere, aber einige Arten besitzen keine Nesseln», sagt der Fachmann. Mit den Nesseln fangen die Tiere Beute und wehren Feinde ab. Vor den Küsten Deutschlands kommt die weiße bis violette Ohrenqualle am häufigsten vor. Sie ist für Menschen ungefährlich, weil ihr Gift sehr schwach ist. In der Nordsee leben aber auch giftigere Arten wie die Feuerqualle. Berührt man ihre Tentakel, kann das auf der Haut brennen, jucken oder sogar Schwellungen geben. Lars Gutow sagt: «Wenn man nicht empfindlich ist, ist es meist nicht gefährlich, wenn man von einer Qualle genesselt wird.»

Was mache ich gegen brennende Nesseln?

Die Tentakel einer Qualle sondern Nesselkapseln mit Gift ab. Die Kapseln gehen bei Druck kaputt und setzen dadurch noch mehr Gift frei. Darum sollte man die Nesseln nicht abreiben. Besser ist es, sie mit Sand zu bestreuen und vorsichtig abzuschaben, etwa mit einer Plastikkarte. Manchmal lassen sich die Nesseln auch mit Meerwasser abspülen. Süßwasser hilft nicht.

© dpa-infocom, dpa:250723-930-831274/1