
Kaiserpinguine sind stark gefährdet, sagen Naturschützer. Die Pinguine und andere Tiere stehen auf der Roten Liste. Doch wie hilft ihnen das?

Kaiserpinguine sind durch den Klimawandel bedroht.

In Naturschutzgebieten gibt es spezielle Regeln, die Tiere und Pflanzen schützen sollen.
Wenn Fachleute nach seltenen Tieren suchen, müssen sie sich viel Mühe geben. Schließlich sind solche Tiere nur schwer zu entdecken. Die Experten untersuchen deshalb etwa den Kot von Tieren oder schauen sich Satellitenbilder an. Es gibt auch Wissenschaftler, die Mikrofone ins Wasser tauchen und lauschen. Andere stapfen durch dichte Wälder und halten Ausschau.
Die Wissenschaftler wollen so herausfinden, welche Arten es in bestimmten Regionen gibt und wie viele Tiere einer Art dort leben. Ihre Ergebnisse zu Tieren und Pflanzen sammelt die Weltnaturschutzunion. «Die Daten auszuwerten, ist viel Arbeit», sagt Freya Duncker von der Naturschutzorganisation WWF. Doch am Ende entsteht eine wichtige Liste: die Rote Liste der bedrohten Arten.
Zeugnis für uns Menschen
Am Donnerstag veröffentlichte die Weltnaturschutzunion ihre aktuelle Rote Liste. «Sie ist eine Art Zeugnis für uns Menschen», erklärt Freya Duncker. «Sie zeigt, wie wir mit der Natur umgehen.» Denn wenn Tiere bedroht sind, hat das beinah immer mit uns Menschen zu tun.
So ist es zum Beispiel bei den Königspinguinen in der Antarktis. Die Weltnaturschutzunion stuft diese Tiere als «stark gefährdet» ein. Ihr Lebensraum ist durch den Klimawandel bedroht. Königspinguine ziehen ihre Küken auf Meer-Eis groß. Durch die Erderwärmung bricht dieses Eis jedoch schneller weg als normal. Passiert dies, ertrinken die Küken im Wasser.
Schutzgebiete können helfen
Auch bei uns in Deutschland zerstören wir Menschen den Lebensraum von Tieren. Das passiert etwa, wenn wir neue Straßen bauen, aus Wiesen Felder für die Landwirtschaft machen oder neue Siedlungen zum Wohnen entstehen.
«Die Rote Liste ist eine Warnung an uns Menschen, welche Arten wir besser schützen und wo wir etwas tun müssen», sagt Freya Duncker. So kann man daran zu Beispiel erkennen, wo neue Schutzgebiete eingerichtet werden müssen und welche Projekte für den Artenschutz besonders wichtig sind.
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