
Im Internet verbreiten sich Fotos von Wildtieren schnell. Wird irgendwo ein seltenes Tier gesichtet, wollen es meist noch mehr Menschen fotografieren und beobachten. Doch das kann den Tieren schaden.

Niedlich und scheu: Murmeltiere fühlen sich schnell gestört, wenn Menschen ihnen zu nah kommen.

Blaumeise trifft Buntspecht: Wer Wildtiere beobachten will, sollte auch im eigenen Garten Abstand halten.

Kraniche sind ein beliebtes Fotomotiv. In manchen Naturschutzgebieten kann man Führungen buchen, um die Vögel zu beobachten.
Tierbabys sind super süß. Fotos von ihnen verbreiten sich schnell im Internet. «Grundsätzlich bringt alles, was besonders niedlich oder spektakulär ist, Klicks», sagt eine Naturschützerin.
Doch für ein schönes Motiv vergessen manche Leute den Naturschutz. Sie verlassen Wege und laufen über Wiesen mit geschützten Blumen. Oder sie setzen Drohnen ein. Alles nur, um Vögel und Nester oder andere Tiere zu fotografieren.
Tiere lieber in Ruhe lassen
Das aber kann Wildtieren schaden: Manche Vögel brechen ihre Brut ab, wenn Menschen dem Nest zu nah kommen. Andere Tiere flüchten dauerhaft, wenn sie gestört werden.
Wer Wildtiere beobachten will, sollte Abstand halten. In Naturschutzgebieten gibt es deshalb oft spezielle Plattformen dafür. Auch im eigenen Garten sollte man etwa einer brütenden Amsel nicht zu nahe kommen. Stattdessen sollte man das Tier besser in Ruhe lassen, rät ein Naturschützer.
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