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Auf geht's in den Schnee!

Die Weihnachtsferien sind längst vorbei - und noch immer hat es nicht geschneit! Dabei würden die Kinder so gerne mal Schlitten fahren oder Schneemänner bauen. Darum dreht sich auch die Geschichte, die Gabriele Schättel für Kruschel geschrieben hat. Sie war ganz lange Lehrerin in einer Grundschule und weiß deshalb genau, wie sehr sich Kinder auf Schnee freuen.

Und das ist die Geschichte: "Wir wollen endlich mal wieder Schnee!", da waren sich alle Schüler einig. Etwas verspätet, erst im Januar, erfüllt sich dieser Wunsch. Es schneite und schneite - einen Tag und eine Nacht lang. War das eine Freude! Die Kinder kamen in Schneeanzügen zur Schule, den Ranzen hatten sie auf den Schlitten geschnallt. Schneeballwerfen in der Pause war natürlich streng verboten, aber Klasse 2 rief einen Schneemannwettbewerb aus. Tobias hatte den schönsten: eine Micky Maus aus Schnee, mit runden Ohren und einem Schnäuzchen aus Kohle, fast einen Meter hoch!

Und dann hatten die Lehrerinnen eine tolle Idee: "Keine Schule morgen!", teilten sie mit. "Wir machen einen Rodel-Ausflug!"
Dick vermummelt, mit Rucksack und Rodelschlitten, versammelten sich am nächsten Vormittag etwa 120 Kinder vor der Schule. Zwei Busse verluden alle Schlitten in den Gepäckraum, und los ging es zum Rodelhang an der Amalienhöhe am Rand des Binger Waldes.

War das eine Gaudi! Marco nahm Anlauf, warf sich auf den Schlitten und kam als erster im Tal an. Die anderen zögerten zunächst, wurden aber immer mutiger. Zehn, zwanzig, dreißigmal ging es den Berg hinab, auf dem Bauch, im Sitzen, zu zweit und alleine. Die Lehrerinnen nahmen besonders ängstliche kleine Erstklässler vor sich und rodelten mit! Dann wurden Ketten gebildet: Die Jungen lagen auf dem Bauch, die Füße banden den nächsten Schlitten an. Und runter schlingerten die Schlitten ins Tal. Zum Schluss löste sich die Kette auf und alle landeten quiekend im tiefen Schnee.
Und immer wieder: runter fahren - rauf ziehen - "das soll nie aufhören," meinte Laura.
Mit knallroten Backen aßen die Kinder dazwischen ihre zünftige Rucksackverpflegung - die Lehrerinnen genehmigten sich einen Becher heißen Glühwein.
Um 12 Uhr hieß es: Schluss für heute! Die Busse schluckten wieder die etwas feuchte, aber quietschvergnügte Menge und heim ging es.
"Lieber Gott, lass es noch lange nicht tauen", beteten die Kinder abends in ihren Betten. Und in diesem Jahr wurde ihr Wunsch erfüllt.

Gabriele Schättel

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