
Der Staat gibt bald Geld dazu, damit jedes Kind auf einem Konto sparen kann, auch wenn die Eltern arm sind. Frühstartrente heißt das. Das Geld bekommt man erst im Alter.

Zehn Euro im Monat bekommen Kinder vom Staat, um es für später zu sparen.

Die Mehrheit im Bundestag hat für das Gesetz gestimmt, mit dem Kinder Spargeld bekommen.

Geld im Sparschwein sparen, bringt wenig. Besser sind andere Geldanlagen.
In manchen Familien sparen Eltern, Paten oder Großeltern für die Kinder. Sie legen ein extra Konto an und zahlen regelmäßig Geld ein. Das ist für später gedacht, wenn die Kinder erwachsen sind.
Das geht aber nur bei denen, die Geld übrig haben. Jetzt will der Staat dafür sorgen, dass alle Kinder für ihr Alter sparen können. Am Freitag beschloss der Bundestag in Berlin dazu das Gesetz zur Frühstartrente. Wir beantworten die wichtigsten Fragen dazu.
Was ist die Frühstartrente für Kinder?
Sie bedeutet, dass der Staat jedem Kind jeden Monat zehn Euro zahlt. Das passiert bis es 18 Jahre alt ist, also volljährig. Das Geld kommt auf ein spezielles Sparkonto. Die Idee ist: Jedes Kind soll die Möglichkeit zum Sparen haben, egal, wie viel Geld die Eltern verdienen. Das neue Gesetz soll ab nächstem Jahr gelten. Es ist für alle Kinder, die im Jahr 2020 geboren wurden oder später.
Wann bekommt man das gesparte Geld?
Das dauert noch lange. Denn anders als beim Sparkonto von Oma und Opa bekommt man es nicht zum Beispiel mit 18. Die Frühstartrente wird frühestens ausgezahlt, wenn man 65 Jahre alt ist. Das ist meist das Alter, in dem Leute aufhören zu arbeiten, aber dann weniger Geld zur Verfügung haben.
Was ist, wenn die Eltern auch sparen wollen?
Mama und Papa oder Großeltern können zusätzlich Geld auf das spezielle Konto einzahlen, zum Beispiel 10 oder 50 Euro im Monat.
Was ist der Vorteil vom speziellen Sparkonto?
Am Ende soll nach den vielen Jahre aus dem Geld einiges mehr geworden sein. Denn es liegt nicht einfach herum. Die Bank kauft zum Beispiel Aktien davon, das sind Anteile an Unternehmen. Die Erfahrung zeigt: So angelegtes Geld gewinnt über einen langen Zeitraum an Wert. Die Regierung rechnet im Moment ungefähr so: Mit 18 Jahren haben sich etwas mehr als 2000 Euro auf dem Konto angesammelt. Mit 65 könnten daraus mehr als 50.000 Euro geworden sein.
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