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Zahnarztpraxis statt Schule

Von dpa

Julia hat das schon gemacht, was für viele andere Schülerinnen und Schüler erst noch ansteht: Am Sozialen Tag hat sie gearbeitet, um mit dem verdienten Geld Kinder und Jugendliche in anderen Ländern zu unterstützen. Was hat sie erlebt?

privat/dpa

Nicht zur Schule gehen und dadurch anderen helfen: Das geht am 4. Juli. Denn da findet der Soziale Tag statt. Schülerinnen und Schüler sitzen dann nicht im Unterricht. Stattdessen arbeiten sie einen Tag lang, etwa in einem Büro, bei der Feuerwehr oder zum Beispiel beim Friseur. Das Geld, das sie einnehmen, wird gespendet.

Julia aus der Stadt Tönisvorst weiß schon, wie der Soziale Tag abläuft. Sie geht im Bundesland Nordrhein-Westfalen zur Schule. Die Ferien haben dort schon begonnen, deshalb haben die Schulen den Sozialen Tag diesmal vorgezogen. So hat Julia schon am 20. Juni in einer Zahnarztpraxis mitgearbeitet.

Patienten begrüßen

Zu Julias Aufgaben gehörte es unter anderem, die Patienten an der Rezeption zu begrüßen und sie anschließend in den richtigen Behandlungsraum zu begleiten. Der Umgang mit den Menschen hat der 16-Jährigen dabei besonders gut gefallen. «Die Patienten erzählen oft viel über sich, das mag ich. Alle 20 Minuten kommt jemand Neues, und immer sind es ganz unterschiedliche Leute.» 

In einer Zahnarztpraxis muss gut auf Sauberkeit und Hygiene geachtet werden. In der Praxis hatte Julia deshalb eine Maske auf. Auch dünne Handschuhe gehören dazu, wenn man jemanden behandelt. «Wenn ein Patient dann fertig ist, muss man außerdem aufräumen und den Platz desinfizieren», erzählt die Schülerin. 

Hilfe für andere Kinder

Bei Julia hat die ganze Schule am Sozialen Tag teilgenommen. Das dadurch eingenommene Geld geht an Hilfsprojekte in verschiedenen Ländern, etwa in der Ukraine oder in Jordanien. Dort soll es Kindern und Jugendlichen helfen.

Julia sagt: «Ich habe bei der Arbeit nicht immer daran gedacht. Aber im Nachhinein ist es ein sehr schöner Gedanke, dass wir ein wenig Berufserfahrung sammeln konnten und gleichzeitig etwas Gutes für andere getan haben.»

© dpa-infocom, dpa:230629-99-227753/2